17. November 2017
von Guido
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Eine Million

Eine Million – das ist leider nicht der Betrag, den ich als Preisgeld beim Race Across America bekommen habe. Aber es ist die Anzahl der Kurbelumdrehungen, die ich während der knapp zehn Tage abgespult habe.

Eine unglaubliche Zahl! Wie so vieles an diesem monumentalen Rennen eigentlich unglaublich ist. Und doch bin ich mittlerweile wieder vollständig erholt. Die sechs Zehennägel die dran glauben mussten sind schon bis über die Hälfte wieder nachgewachsen, die Hände sind mit Hilfe von 30 Therapiestunden beim Handtherapeuten wieder auf dem Niveau wie vor dem Rennen. Das rechte Bein war schnell wieder in Ordnung, das linke leidet eher noch unter der Tortur von 2014… Unglaublich, dass ich das Rennen damals beenden konnte. Unglaublich, dass wir es bei den nachfolgenden Events so gut im Griff hatten. (Danke an Olli, Mareike, Rebecca und Chris)

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27. Oktober 2017
von Guido
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RAAM 2017 Rennbericht Teil 10 – Der Weg zum Ziel

10 Tage. Eine magische Marke für das Race Across America. Die unterscheidet die „Finisher“ von denen, die wirklich um die ersten Plätze kämpfen können.

Vielleicht war es arrogant von mir dieses Ziel ernsthaft als erreichbar einzuschätzen. Andererseits, genau deswegen fahre ich dieses verdammte Rennen nochmal. Damit ich mir selbst und vielleicht auch allen anderen, beweisen kann, dass ich mehr bin als „nur“ ein Finisher, dass ich hier wirklich ums Podium kämpfen kann, dass dieses Rennen wirklich für mich gemacht ist.

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1. Oktober 2017
von Guido
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RAAM 2017 Rennbericht Teil 9 – Das Racing beginnt

Bald werden wir den Mississippi River erreichen, ich kämpfe um den Sieg in der Altersklasse und ich kämpfe ums Gesamtpodium. Theoretisch ist sogar noch eine Zeit unter 10 Tagen drin, auch wenn ich praktisch nicht mehr daran glaube. Aber letztlich hat sich alles was ich mir erhofft hatte bis hierhin eingestellt.

Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass es so hart ist. Und das, obwohl ich das Rennen ja schon mal gefahren bin. Und damals, 2014, war es brutal. Aber diesmal ist es noch eine Stufe härter. Das Wetter unterstützt die Zeit nicht und die Gegner sind zäher als gedacht. Mark Pattinson habe ich definitiv etwas unterschätzt. Ich hatte damit gerechnet in der Mitte des Rennens etwas auf ihn gut zu machen, damit er mich mit seinem durchgehend konstanten Tempo, auch gegen Ende des Rennens, nicht mehr einholen kann. Jetzt liegt er vor mir. Marko Baloh habe ich einen Hauch stärker eingeschätzt, aber ich glaube der kommt nochmal richtig.

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3. September 2017
von Guido
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Fazit Ötztaler Radmarathon 2017 – und mehr

Die Frage ob es eine gute Idee war den Ötztaler Radmarathon nur zwei Monate nach dem Race Across America ins Programm zu nehmen kann ich eindeutig mit ja beantworten.

Auch wenn ich auf Grund des fast opitmalen Verlaufs des RAAM nicht so gefährdet war in das tiefe Loch zu stürzen, hat mir der Ötzi doch geholfen die Motivation zu halten und nicht mental zusammenzuklappen nach der Riesenanstrengung in den USA.

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28. August 2017
von Guido
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Statistik Ötztaler Radmarathon 2017

Gesamtkilometer: 238 offiziell
(tatsächlich ist der Ötzi nur 227,5 km lang, deshalb auch die entsprechende offizielle Durchschnittsgeschwindigkeit)
Gesamtdauer: 9:50:55,0 h
Schnitt: 23,089 km/h
Höhenmeter: 5500
Gesamt geleistet an der Kurbel: 6504 kJ
Durchschnittliche Leistung an der Kurbel: 181 Watt (gewichtet 225 W)
Durchschnittliche Temperatur: 16,5° C
Durchschnittlicher Puls: 152 (176 maximal)
Durchschnittliche Trittfrequenz: 82
Maximalgeschwindigkeit: 89,6 km/h

Zwischenzeiten und jeweilige Platzierung in der Klasse M1
Kühtai: 1:48.07 (469.)
Brenner: 3:48.07 (530.)
Jaufenpass: 5:55.55 (1022.)
Timmelsjoch: 9:13.48 (1453.)

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27. August 2017
von Guido
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Ötztaler Radmarathon 2017 – das Rennen

Zäh wache ich auf. Es ist 4:30 Uhr und ich habe gerade mal gut zweieinhalb Stunden geschlafen. Ist das hier das Race Across America? Nö, ist nur der Ötztaler Radmarathon, bei dem ich versuche wenigstens halbwegs vorne im Startblock zu stehen, damit ich vernünftig am Kühtai hochfahren kann.

Was für eine ätzende Zeit. Schon vor dem Rennen beschließe ich, dass ich mir sowas nicht mehr antun will. Meine Anfrage ob es eine Möglichkeit gibt als zweifacher RAAM-Finisher, RAAM AK-Sieger, RAAM-Podiumsfahrer in den ersten Startblock eingeladen zu werden wurde höflich ignoriert. Allerdings wurde mir dann die Überschreibung mit Josef vermittelt, so dass ich immerhin überhaupt einen Startplatz bekommen habe, nachdem ich schon durchgehend seit 2010 kein Losglück hatte. Das nächste Mal mache ich es wie anscheinend alle anderen auch und melde sämtliche Freunde und Verwandte mit an. Aber halt, es gibt ja kein nächstes Mal?!

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26. August 2017
von Guido
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Ötztaler Radmarathon 2017 – Gedanken vor dem Rennen

Obwohl ich gestern dann doch noch einen recht stressigen Tag mit über sieben Stunden Anfahrt nach Sölden, und Ankunft spät in der Nacht, hinter mich gebracht habe, geht es mir heute morgen erstaunlich gut. Die ständigen leichten Bauchschmerzen sind weg, der Magen-/Darm Infekt scheint wirklich überwunden.

Nach dem Frühstück hole ich zusammen mit Katrin erst mal die Startunterlagen ab. Das geht wie immer recht flott, der Ötztaler Radmarathon ist perfekt organisiert. Die in der Arena aufgebauten Stände nutze ich noch um mit den Leuten von SRM und power2max zu quatschen, ein paar Probleme melden, Infos über neue Produkte ziehen usw. Bei Garmin sage ich auch kurz Hallo um mein Problem mit den USA Karten zu erläutern, aber da waren nur Verkäufer, von Problemen haben die natürlich noch nie was gehört…

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25. August 2017
von Guido
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Oetzifrust

Ich hatte mir das so vorgestellt: Zwei Monate nach dem RAAM nutze ich die gute Grundlagenausdauer und das geringe Gewicht um beim Ötztaler Radmarathon nochmal unter 8:30 h zu fahren und mit diesem Rennen dann den Kreis zu schließen. Der Ötzi war mein erster Radmarathon und könnte dann auch der letzte sein.

Da ich seit 2010 ununterbrochen Lospech hatte und noch nie einen regulären Startplatz bekommen habe, hatte ich diesen Plan kurz vor dem RAAM schon aufgegeben, als ich doch noch die Möglichkeit bekommen habe einen Startplatz von einem anderen Starter zu übernehmen. (Herzlichen Dank an den Veranstalter und an Josef!)

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