02 Trelleborg – Barsebäck

Wetter: bewölkt, windig, vereinzelt Schauer
Tageskilometer: 91
Gesamt zurückgelegte Kilometer: 91
Tages-Fahrzeit: 5:22 h
Gesamte Fahrzeit 5:22 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 17km/h
Tageshöhenmeter: 562
Gesamt Höhenmeter: 562
Durschnittliche Pulsfrequenz: 139

Endlich die ersten Fahrradkilometer in Schweden! Bei der Ankunft in Trelleborg werde ich von kaltem, windigen und leicht regnerischem Wetter empfangen. Die Stadt scheint noch zu schlafen, kein Wunder, es ist 7:30 Uhr. Irgendwie erinnert Trelleborg an Städte die ich aus England kenne. Die eine oder andere Wohnsiedlung könnte genauso in Colchester oder Folkstone stehen.
Was gleich auffällt, es gibt reichlich gut ausgebaute Radwege, ein Eindruck der sich auch am Rest des Tages bestätigt. Ich fahre erst mal nach Gefühl, und versuch mit meiner 1:900000 Karte zu navigieren, aber die ersten zwei Stunden ist keine! der Ortschaften die auf dem Weg liegen in der Karte verzeichnet. Nachdem ich dann mich dann doch etwas verfahren habe, und 10km in die falsche Richtung geradelt bin, fahre ich nach Kompass, und das funktioniert dann auch sehr gut.

Nach 4 Stunden und knapp 67 Kilometern habe ich Lund erreicht. Das Durchschnittstempo ist erschreckend langsam. Beim Training bin ich im Schnitt praktisch nie unter 25 gefahren, (ohne Gepäck) hier lag ich zeitweise bei knapp 16. Könnte sich doch etwas ziehen bis zum Nordkap…
Die Regenjacke kann gleich ihre Einsatztauglichkeit beweisen, der Wind weht ablandig, also genau in meine Richtung, will heißen Gegenwind. Insgesamt also ein guter Einstieg um sich schon mal an das zu gewöhnen, was in den nächsten Wochen auf mich zukommt.
An das etwas schwammige Fahrverhalten, habe ich mich ganz gut gewöhnt, und das erste Teilziel Lund hat sich als wirklich schönes Städtchen erwiesen. Lund ist eine echte Fahrradstadt. Ich habe noch nie so viele Fahrräder auf einmal gesehen. Vor den Geschäften massenweise Fahrräder, und die dürfen überall fahren.

Der Dom erinnert mich in seiner Schlichtheit (im besten Sinne) sehr an Westminster Cathedral. Allerdings hat er mit der „Astronomischen Uhr“ noch eine echte Sehenswürdigkeit, eine Uhr die man nur alle 200 Jahre stellen muss.
Mittagspause in einem eher rockigen Cafe, klasse Musik, nette Leute, rauchfrei (die gehen einfach raus zum rauchen, geht auch) und das Essen war auch ok. Mein bepacktes Fahrrad hat dann doch etwas Aufmerksamkeit erregt und zu einem Fachgespräch über die Rohloffschaltung mit einer Gruppe Schweden geführt, die mir dann noch einige Empfehlungen gegeben haben zu Gegenden, die unbedingt anschauen sollte.

Im Touristinformationcenter gibt’s erst mal ’ne Campingkarte, die auch klasse zum Navigieren geeignet ist und natürlich das Jugendherbergsverzeichnis, man weiß ja nie.
Der Kopf und die Kondition würden jetzt gerne noch 100 Kilometer fahren, aber das wäre für den Anfang dann wohl zuviel des Guten. Der Verstand siegt, und ich fahre gemütliche 25 km meist flach oder leicht bergab, ohne Gegenwind, nach Barsebäck. Auf dem Campinplatz gibt‘ auch Zimmer, die Kosten fast das Gleiche wie ein Zeltplatz und Strom, also keine Frage.

Auch wenn der Platz nicht gerade an einem Traumstrand liegt, alles war sehr sauber und das Essen im Campingplatzrestaurant war eine Sensation.

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