03 Barsebäck – Torekov

Wetter: Gering bewölkt, windig, teils sonnig
Tageskilometer: 105
Gesamt zurückgelegte Kilometer: 196
Tages-Fahrzeit: 5:34 h
Gesamte Fahrzeit: 10:56 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,8km/h
Tageshöhenmeter: 679
Gesamt Höhenmeter: 1241
Durschnittliche Pulsfrequenz: 137

Viertel vor Sieben geht’s los, das Fahren in der Frühe hat sich am ersten Tag bewährt, man hat praktisch gar keinen Verkehr, und ich kann morgens eh am besten fahren. Das erste Teilziel ist Helsingborg, über Landskrona und dann mal schauen wie weit es noch geht.
Der erste Eindruck das Schweden zum Radfahren klasse ist bestätigt sich, fast überall gibt es Radwege, egal ob in den Städten (Städtchen) oder über längere Distanzen von Ort zu Ort.

Auch der Eindruck mit dem Wind bestätigt sich, will heißen man hat oft Gegenwind oder Seitenwind (seltsamer weise kaum Rückenwind…)
Auf dem Campingplatz gab’s kein Frühstück, also muss es erst mal ein Energieriegel tun. Auch in den nächsten Städtchen sieht’s Sonntag morgens mit Cafe au lait nicht so üppig aus, also noch ein Energieriegel und reichlich Wasser.
Es läuft ganz gut, etwas frisch, aber die Kleidung funktioniert perfekt, an das schlechte Handling vom Rad habe ich mich gewöhnt, und außerdem schein sogar die Sonne etwas. Ich fahre meist auf dem Radweg, der an der Küste entlang geschottert ist. Die Wahl des zweiten geteerten Radweges etwas weiter im Landesinnern wird gleich mit einer 4 km langen Steigung bestraft. Aber im Vergleich zu den Steigungen Richungen Hohensolms, die ich im Training immer gefahren bin halb so wild, das Gewicht vom Gepäck merkt man aber schon.
Erstaunlich schnell bin ich in Helsingborg, wo es beim Seven Eleven Kötbullar mit Kartoffelbrei zum Frühstück gibt.
Wie für die meisten Schwedenbesucher ist Helsingborg nur Durchgangsstation für mich auch, die Zitadelle schaue ich mir aber schon an. Der Radweg führt durch Wohnsiedlungen, über Schotterwege an den Bahnschienen entlang, und sogar stückweise durch kleine Wäldchen, sehr schön.

Da ich recht gut in der Zeit liege beschließe ich über Ängelsholm bis Torekov zu fahren, dort gibt’s einen Campingplatz und dann müsste ich so zwischen 90 und 100 Kilometern landen. Mehr gibt’s für den zweiten Tag nicht.
Das Teilstück von Helsingborg bis Torekov erinnert mich an Südengland. Zwischendurch wird es richtig warm und ich kann erstmals die Fahrradjacke ausziehen. Der Fahrradweg führt vorbei an Siedlungen und Häuschen, auch mal mitten durch einen Bauernhof, wirklich schön.
Der Schwede an sich scheint den Sonntag hauptsächlich mit Gartengestaltung zuzubringen und vor allem Rasenmähen! Rasenmähen ist offensichtlich ganz groß in Schweden, überall sieht man penibel kurzt gemähten Rasen, teils sogar an der Straße entlang. Unglaublich, an praktischem jedem Haus ist der Rasen entweder frisch gemäht, oder man sieht den Hausbesitzer beim Rasenmähen. Ich bin völlig irritiert und muss an meinen zur Öko-Wiese mutierten Rasen zu Hause denken…
Am Campingplatz angekommen, sind es 104 km geworden und es ist noch nicht mal 15 Uhr. Da es keine Zimmer gibt und die Hütten 730 SK kosten, und außerdem das Wetter schön ist kann ich jetzt endlich mal das Zelt aufbauen.
Frisch ausgepackt sieht’s erst mal kompliziert aus, aber letztlich alles gar nicht so schwer. Es ist nur erstaunlich klein…
Das mit dem Trocknen der Klamotten ist mit Zelt auch nicht so optimal, aber der Platz ist recht idyllisch. Und hat sogar WLAN!

4 Kommentare

  1. Hi Guido,
    so, nachdem ich meine Mittagspause geopfert habe, funktioniert das hier nun hoffentlich ;-)) In solchen Fällen ruft man gern die „58“ – aber die radelt derzeit durch Schweden! Ich wünsche dir viel Spaß und sende sonnige Grüße aus Giessen!

  2. Hi Guido,
    es grüßt dich dein Freund aus der fernen Heimat. Toll, dass du deine Website noch fertigstellen konntest.
    Bin bestimmt in den nächsten Monaten öfters bei dir.
    Wünsche dir endlich den verdienten Rückenwind!!!

  3. Hej Guido,
    mycke mycke kul in Sverige tour två tusen sju. Hejhej

    PATJ Speiser

  4. Hallo Guido!

    Als Vertreter einer deutschen Minderheit kann ich trotz der unglaublichen Distanz welche jetzt zwischen uns liegt, fühlen, wie du in der fernen Fremde Entscheidungen triffst, die auch einem so weitgereistem Kosmopolit wie dir nicht leichtfallen.
    Vergiss nie wo du herkommst, Heimat ist die Quelle deiner Kraft.
    Ich bete für dein Knie.