11. Schottener Bergzeitfahren auf den Vulkan

Das Wetter heute ist wie versprochen sehr gut, ca. 17° und dabei Sonne und trockene Strecke. Da heute Jedermann Starter und Lizenzfahrer gleichermaßen starten sieht man viele Teambusse und auch viele Jugendliche Vereinsfahrer.

Oft haben die Vereine Rollen dabei auf denen sich deren Starter warmfahren. Ich fahre mich ein bisschen auf der Straße nach Schotten warm und genieße dabei Sonne und Wind. Leider ist es deutlich windiger wie gestern bei der Streckenbesichtigung.

Dann geht es in den Startbereich. Die Organisation ist gut, die Ausgabe der Startnummern und Zeitmesstransponder, genauso wie die Startreihenfolge und das Einhalten der angegebenen Startzeit, alles klappt bestens.

Also um 13:39 Uhr rauf auf die Rampe und Countdown, „piep“ und dann Feuer. Ich habe mir vorgenommen so ca. 320 Watt zu treten, in der Hoffnung damit die 20 Minuten Marke zu knacken.

Beim Start von der Rampe haut man natürlich erst mal ordentlich rein, so dass ich mich nach den ersten zweihundert Metern mit Gewalt zurücknehmen muss damit ich mich nicht irgendwo bei 450 Watt auf den ersten Kilometern verbrenne. Dann habe ich mich aber im Griff und versuche so um die angestrebte Marke mit geringem Ausschlag zu pendeln, was durch die sich öfter ändernde Steigung etwas Konzentration und Reagieren erfordert. Da die Steigung aber nicht so richtig steil ist, kann ich mit Schalten und Trittfrequenz gut arbeiten.

Schon nach ca. einem Kilometer sehe ich den vor mir gestarteten Fahrer, komme aber zunächst nicht schnell näher. Natürlich würde ich mir den gerne schnappen, aber ich will auf keinen Fall überziehen. Das kostet echte Überwindung. Umso mehr als mich der nach mir gestartete, so nach 2,5 bis 3 Kilometern überholt. Ich zucke kurz ob ich dranbleiben soll, beschließe aber diszipliniert nach Wattanzeige zu fahren. Das fällt mir da extrem schwer, denn noch könnte ich ja deutlich schneller fahren.

Es war sehr nützlich, dass ich mir die Strecke gestern angeschaut habe, denn so ergeben sich automatisch die richtigen Stellen für den Wiegetritt, und ich weiß, dass ich nachdem wir auf die Straße in Richtung Hoherodskopf abbiegen werden, im steilsten Stück nochmal etwas anziehe, wenn die Kraft noch da ist. Und die ist noch da, so dass ich meinen Marschplan umsetzen kann. Der vor mir gestartete baut jetzt etwas ab, was zusätzliche Motivation liefert, und ich kann gut vorbeiziehen. Ich erwische noch einen kurz danach, der muss noch früher gestartet sein. Der Fahrer der mich überholt hatte ist leider nicht mehr in Sichtweite.

Die Straße flacht dann etwas ab, so dass ich mich zwingen muss die Leistung hochzuhalten, dann nimmt die Steigung nochmal etwas zu. Noch immer versuche ich so 320, 330 Watt zu treten. Es ist schon ordentlich anstrengend, ich muss mir aber immer wieder bewusst machen, dass das hier nur ein kurzes Zeitfahren ist, und ich keine Kräfte sparen muss (darf).

Nachdem dann die Straße endgültig abflacht versuche ich einfach draufzuhalten was geht. Jetzt wird es schon hart, aber das mit den zwanzig Minuten könnte sehr knapp werden, an mehreren Stellen gab es ordentlich Gegenwind. Also draufhalten was geht. Trittfrequenz um 110, Leistung um die 400 Watt, volles Rohr drauf, da kommt schon das Ziel, mit Vollgas durch das Zieltor und dann ist es auch schon vorbei.

Leider kann ich die Ansage meiner Zeit nicht verstehen, irgendwas:22, es könnte 21 oder 20 gewesen sein, 19 mit Sicherheit nicht. Mist. Ich merke auch sofort, dass ich nicht völlig verausgabt bin, ich hätte die Zielleistung etwas höher ansetzen müssen. Auf jeden Fall waren es im Schnitt über 330 Watt. Den Gegenwind hatte ich nicht erwartet, dabei hätte ich doch vom Schauinslandkönig lernen müssen. Aber ich bin trotzdem nicht unzufrieden, denn die gewünschte Durchschnittsleistung habe ich übertroffen, und beim nächsten Mal weiß wie ich es angehen muss.

Da ich nicht auf den Ausdruck der Ergebnisse warten will, und die Ergebnisliste auch jetzt noch nicht online ist, werde ich die Zielzeit in der Statistik nachtragen.

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