12 Mariefred – Märsta

Wetter: bewölkt, etwas Sonne, etwas Regen
Tageskilometer: 145
Gesamt zurückgelegte Kilometer: 1229
Tages-Fahrzeit:7:51 h
Gesamte Fahrzeit: 63:05 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,5km/h
Tageshöhenmeter: 2039
Gesamt Höhenmeter: 9293
Maximalpuls: 165
Durschnittliche Pulsfrequenz: 119

Heute habe ich das 2. größere Teilziel im Visier. Stockholm! Es sind so geschätzte 60, 70 Kilometer also eine lockere Etappe zum ausrollen, und dann zwei Ruhetage mit Stadbesichtiung, Museumsbesuchen und vor allem abends mal ein Bier trinken gehen.

Zunächst jedoch noch die Besichtigung von Mariefred, einem wirklich netten Städtchen, inkl. Besuch von Kurt Tucholsky’s Grab und natürlich der Besichtigung von Schloss Gripsholm.
Schloss Gripsholm hat eine der größten Portraitsammlungen mit ca. 4000 Portraits aus allen Jahrhunderten und Jahrzehnten, mir hat am besten das von Königin Silvia aus 1976 gefallen!


Überhaupt ist das Schloss definitiv einen Besuch wert.

Von Mariefred aus geht’s zunächst ein Stück über den Radweg in Ufernähe des Malärsees, allerdings wurde diese Teilstrecke offensichtlich als Teststrecke für Fahrradpacktaschenbefestigungen angelegt. Schotterbuckelpiste mit kleinen giftigen Anstiegen und unglaublichen Seitenwellen, so dass es einem die Plomben aus den Zähnen zieht. (Hier nochmals herzlichen Dank an Herrn Dr. Knapp für die solide Arbeit an meinen Inlays….)

Nach diesem Teilabschnitt geht’s wieder über Straße und normalen Fahrradweg bis nach Södertälje. Hier beginnt das Einzugsgebiet der Millionenstadt Stockholm, und es scheint so als ob das idyllische Schweden, dass ich bis jetzt auf der Reise zu sehen bekam hier endet. Der Verkehr nimmt deutlich zu, was sich bis Stockholm verstärkt.

Über Tumba und Huddinge fahre ich nach Stockholm rein. Zwischendurch habe ich schon die Info erhalten, dass ich über die Skandiabteilung kein Hotel bekomme, weil gerade diese Woche extrem viel los ist. Na ja es wird sich schon noch ein Zimmerchen für mich finden.

Der Eindruck von der Stadt ist gewaltig, während man großstadttypisch durch endlose Wohngebiete in den Außenbezirken fahren muss um in den Stadtkern zu gelangen, ist dieser selbst eine Sensation. Ganz klar eine Liga mit London oder Paris! Eine richtig geile Stadt, mit nicht nur allem was dazu gehört, sondern einfach noch mehr…

Begegnung ins Stockholm

Geile Stadt ist klasse, geile Stadt ohne Übernachtungsmöglichkeit ist totaler Mist. Und so was habe ich noch nie erlebt. Kein Hotel, kein Hostel oder Vandrahem, kein Campinplatz, kein Bed & Breakfast! Noch nie habe ich so oft ein “fully booked” bekommen. Die Dame von der Touristinfo meint die Leute würden bis Uppsala untergebracht weil alles voll ist. Ich kanns einfach nicht glauben.

Mittlerweile ist schon recht spät und ich habe den Gegenwert eines Kleinwagens vertelefoniert mit meinem deutschen Handy. Auch das Münzinternet bringt egal bei welcher Suche immer nur 0 Ergebnisse. Auch nix mit 5 Sterne oder Suite oder was auch immer.

Ich fahre langsam Richtung Norden aus der Stadt, und bekomme auch hier selbst mit verhandeln, und lamentieren nur immer wieder ein “sorry fully booked”. Also weiter Richtung Norden, schließlich in Upplands Väsby genau das gleiche. Leztlich fahre ich bis Märsta und als auch da um 23:37 Uhr nichts mehr zu holen ist, fahre ich noch ein paar Meter und schlage schließlich mein Zelt auf einer Sportanlage auf.

Na herzlichen Dank, nix mit locker ausradeln und dann Ruhetag. Im Gegenteil, es sind über 140 Kilometer und über 2000 Höhenmeter zusammengekommen. Und das erste mal, dass ich “wild” campen muss ist beim Versuch in Stockholm zu übernachten. Ich kanns nicht fassen.

Na gut, wenn die Stadt mich nicht will, will ich die Stadt nicht!

Ich fahre morgen erst mal nach Uppsala und hoffe dort ein Hotel zu bekommen.

Ein Kommentar

  1. Schade Guido das Stockholm Dich nicht haben wollte.

    Hast aber ehrlich gesagt was verpasst, denn Stockholm ist eine Goile Stadt !!

    Na ja, vielleicht bei der Rückfahrt.

    Gruss
    Schlengo