20 Stunden Rund um Fell – Leicht verschätzt…

Als ich mich für das 20 Stunden Rennen in Fell angemeldet habe, habe ich das gemacht um mich auf den Schweizer Radmarathon vorzubereiten. Ich wollte einfach ordentlich Kilometer machen, das Fahren in der Nacht trainieren, Gefühl für die lange Strecke bekommen.

Dabei habe ich mir das Höhenprofil gar nicht so recht angeschaut. Deshalb habe ich mir im Februar auch so ein völlig verrücktes Ziel gesetzt. Natürlich kann ich in Fell nicht mehr Kilometer fahren als bei Trondheim Oslo. Denn auf der knapp 17 Kilometer langen Runde hat man fast 300 Höhenmeter. Will heißen der letztjährige Sieger ist 28 Runden gefahren und hat dabei über 8000 Höhenmeter gesammelt. Dabei ist er noch keine 480 Kilometer gefahren…

Ich bin zwar letztes Jahr beim Alpenbrevet über 7000 Höhenmeter an einem Tag gefahren, aber das war im August. Und Fell ist ja eigentlich nur ein lockeres Vorbereitungsrennen. Mein Ziel muss ich also in Höhenmetern berechnen. Ich will mindestens drei- bis viertausend HM fahren, was ca. 10 bis 14 Runden bedeutet. Natürlich wäre es verlockend sich 20 Runden zum Ziel zu setzen, was ja auch nur 320 Kilometer wären, aber dann ergeben sich schon 6000 Höhenmeter, im Hinblick auf Bern-Bodensee-Bern ist mir das wohl zuviel.

Ich habe schon überlegt ob ich gar nicht starte und stattdessen lieber ordentlich Grundlagenkilometer sammle. Gerade nach dem frustrierenden Testergebnis im Radlabor macht das vielleicht Sinn. Aber andererseits gibt es in Fell sicher viel zu lernen. Vielleicht fahre ich also einfach locker ein bisschen mit, soweit die Strecke das hergibt. Dann kann ich meine Beleuchtung testen, das Fahren in der Nacht, die Pausengestaltung, das Essen usw.

Und vielleicht hilft es mir den Frust vom Laktattest etwas abzubauen.

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