30 Karasjok – Olderfjord

Wetter: bewölkt und kühl, windig
Tageskilometer: 137
Gesamt zurückgelegte Kilometer: 3203
Tages-Fahrzeit :7:38 h
Gesamte Fahrzeit: 161:07 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,0km/h
Tageshöhenmeter: 1451
Gesamt Höhenmeter: 27101
Maximalpuls: 152
Durschnittliche Pulsfrequenz: 126

Um halb acht klingelt der Wecker, es regnet, ich drehe mich um und schlafe weiter bis nach neun. Mit Frühstück und Checkout und Fahrrad bepacken, dauert es bis viertel vor elf, bis ich loskomme. So spät war ich noch nie.

Nach dem Pausentag will ich erst mal ein bisschen locker losfahren, ist aber nicht, da es erst mal 10 Kilometer fast nur bergauf geht. Ab hier wird es deutlich bergiger, die Landschaft wird etwas schroffer, was durch den heftigen Gegenwind noch unterstrichen wird.
Auch bergab muss ich ordentlich powern, damit es überhaupt etwas vorwärts geht.

Die Landschaft ändert sich jetzt schneller als auf den Etappen zuvor, und nach einiger Zeit gebe ich die häufigen Fotostops auf und genieße die bergige herbe Schönheit.
Wenn auch langsam, so komme ich doch in Lakselv an, dass an der Südspitze des Porsangerfjordes liegt. Hier kaufe ich erst mal Kettenöl an der Tankstelle, denn nach über 3000 Kilometern ist etwas Schmierung wirklich nötig. Außerdem gibt’s lecker Rentiersteak zum Mittagessen.
Mit den frisch geschmierten Kettengliedern fährt sich gleich etwas lockerer und vor allem hat der Gegenwind nachgelassen. Die Straße führt am Fjord entlang, sehr schön. Nach einer Weile allerdings geht’s mir nicht mehr so richtig gut, so dass ich mich von Rastplatz zu Rastplatz hangel und Essen und Trinken lieber sein lasse. Nach 80, 90 Kilometern gibt es einen Campingplatz, aber dann passt es mit der letzten Etappe nicht mehr richtig, so fahre ich weiter, wenn auch die Landschaft mehr “Strecke bis zum Ziel” wird.
Kurz vor Olderfjord, führt die Straße aber an einer so schönen Stelle vorbei, dass ich einfach anhalten muss, mich auf einen Stein setze und den Anblick genieße und dabei das Kykling-Sandwich, das ich noch habe verdrücke. Herrlich, wenn hier irgendwo ein Platz wäre würde ich das Zelt aufschlagen, aber alles Stein und es geht auch gleich Steil bergab.
So fahre ich weiter bis Olderfjord, nehme aus “technischen Gründen” das Hotel, das einfach, sauber und relativ günstig ist. Da es bereits nach zehn ist, hat natürlich das Cafe geschlossen. So gibt’s Knäckebrot und eine Banane und morgen geht’s ans Nordkap!

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