32/33 Nordkap – Alta

Wetter: meist sonnig
Tageskilometer: 35
Gesamt zurückgelegte Kilometer: 3382
Tages-Fahrzeit :2:14 h
Gesamte Fahrzeit: 170:36 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15,5km/h
Tageshöhenmeter: 504
Gesamt Höhenmeter: 29201
Maximalpuls: 152
Durschnittliche Pulsfrequenz: 124

Nachdem ich einige Stunden am Nordkap zugebracht habe, die Rushhour um 24 Uhr zu den Mitternachtswolken (pardon Mitternachtssonne) miterlebt habe, und so um viertel nach zwei das Kap nochmal ganz für mich alleine hatte, geht es zurück Richtung Honningsvåg.
Um diese Uhrzeit bin ich praktisch alleine auf der Straße, nach einer Weile kommt sogar die Sonne etwas hervor, der Magen ist erholt, und ich habe lange Pause gehabt mit Unmengen an Essen. (bezahlbar, da Buffet;), aber Getränke jenseits von Gut und Böse: 2 Liter Wasser 200 NOK)
Da ich psychologisch diesmal auf die langen und steilen Anstiege vorbereitet bin, und außerdem glücklich und zufrieden über das erreichte Ziel, ist es zwar sehr anstrengend, aber keine Quälerei.

Am Schluss gibt es nochmal eine richtig steile und lange Abfahrt, und so komme ich rechtzeitig zum Schiff in Honnignsvåg, und kann sogar vorher noch in einer Hotellobby das Blog mit der freudigen Nachricht ergänzen.
Da die Hurtigroute schon um 6:15 ablegt, gibt es keine Übernachtung und ich schlafe eine halbe Stunde auf dem Schiff. Ansonsten vertreibe ich mir die Zeit im Panoramasaal, genieße die herrliche Landschaft die am Schiff vorbeitreibt, und esse natürlich in großen Mengen…
Mittags in Hammerfest angekommen, gilt der erste Besuch dem Eisbärenmuseum, ein sehr kleines Museum, aber mit der Gelegenheit sich die Tierchen mal etwas näher anzusehen. Außerdem gibt es neben der außergewöhnlich schönen Kirche, noch ein Museum, das sich mit dem Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg beschäftigt.
Als klar wurde, dass die Deutschen ihre Stellungen in Norwegen nicht halten können, wendeten sie die Methode der “verbrannten Erde” an um einen russischen Vormarsch zu verhindern (dabei hatten diese nicht geplant über Norwegen vorzurücken), d.h. es wurde schlicht alles vernichtet. Von Hammerfest blieb praktisch nichts übrig, die Bilder sind wirklich erschütternd.
So wurde die Stadt nach dem Krieg komplett wieder aufgebaut, das Museum arbeitet diese Geschichte mit kritischem Blick sehr informativ und anschaulich auf.

Hammerfest ist eine sehr lebendige Stadt, es gibt auch Cafes und Restaurants, wo ich die Wartezeit bis zum nächsten Schiff überbrücken kann, der Friseur hat leider keinen Termin frei.
Mit einem kleinen (so maximal 120 Leute) dafür aber sehr flotten Boot geht es dann von Hammerfest nach Alta.

Hier werde ich einen weiteren Ruhetag einschieben, und mir die Felszeichnungen anschauen.

Dienstag 03.07.2007
Wetter: heftige Geweitterschauer, später sonnig
Da eine Fahrt zum Alta-Canyon heute nicht stattfindet, steht nur der Besuch des Altamuseums und der Felszeichungen auf dem Programm. Einer der Höhepunkte in meinem Reiseplan.
Un ich werde nicht enttäuscht. Das Museum bringt viel Information über die Zeichnungen und die Entdeckung, sowie in anderen Abteilungen Infos über das Phänomen des Nordlichts, sowie etwas Militär und Stadtgeschichte. (Übrigens interessant die Unterschiede der Aufarbeitung des Wiederaufbaus in Hammerfest und Alta zu sehen)
Blick aus dem Museumscafe
Die Felszeichnungen können über einen schön ausgebauten Rundweg erreicht werden, der auch an sich eine Begehung wert wäre. Die “Zeichnungen” zu sehen, die zum Teil ja aus der dortigen Steinzeit stammen ist sehr spannend, die Deutung der Zeichnungen im Führer allerdings sehr spekulativ.
Blick auf Alta
Wie auch immer, etwas einkaufen und viel schlafen und Essen runden Tag ab.

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