42 Svolvaer – Mortsund

Wetter: sonnig
Tageskilometer: 95
Gesamt zurückgelegte Kilometer: 3987
Tages-Fahrzeit :4:18 h
Gesamte Fahrzeit: 198:48 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,1km/h
Tageshöhenmeter: 1385
Gesamt Höhenmeter: 34754
Maximalpuls: 162
Durschnittliche Pulsfrequenz: 132

Um 10 mit dem ersten Schiff geht es von Svolvaer aus erst mal in den Trollfjord hinein. Das Boot ist nicht sehr groß, und der Kapitän hat offensichtlich Spaß an der Tour, so dass wir bis direkt an die steil aufragenden Felsen heranfahren und uns im Fjord auch viel Zeit lassen.
Auch auf der Fahrt hin und zurück gibt es mächtige Felsformationen zu bestaunen. Nach drei Stunden sind wir wieder zurück und es geht mit dem Rad zunächst bis zum Lofotenmuseum in Kabelvåg. Dort gibt es neben den schon bekannten Fischerhütten auch das Haus eines Großgrundbesitzers zu besichtigen, der die Hütten an die Fischer vermietet hat, das sieht doch schon ganz anders aus.
Interessant ist hier auch die Darstellung der verschiedenen Arten wie gefischt wurde (und wird), und womit. Auch die Fischerboote in ihren typischen Ausprägungen sind zu besichtigen.
Das nächste Ziel ist Henningsvær. Die Fahrt dorthin von der E10 bis zum Ziel ist spektakulär.
Steil aufragende Felswände auf der einen Seite, “Riesenkies”-Strand auf der anderen, unterbrochen von Stellen an denen der Sand bis zum Strand reicht und schöne Badestrände freigibt. Das Wasser ist glasklar, mit grün-bläulichem Schimmer – traumhaft.
Der Ort selbst ist nach einigem Auf und Ab und zwei Brücken erreicht. Venedig des Nordens halte ich für etwas übertrieben, aber der Ort selbst und die Hafenanlage ist zweifellos sehr idyllisch.
In einem Fischrestaurant am Hafen bekomme ich die beste Fischsuppe die man sich vorstellen kann. Einfach fantastisch, es mag andere geben, aber besser geht nicht! Anyway, da Anke und Sanne nicht hier sind, so dass ich noch ein Bier trinken würde, geht es wieder zurück auf die E10 in Richtung Leknes.
Obwohl trotz der Steigungen und des Windes recht gut vorankomme, schaffe ich es nicht rechtzeitig zum Vikingermuseum in Borg. In einer Viertelstunde ist das nicht abzuhandeln, also muss ich morgen 25Kilometer wieder zurückfahren. Ich fahre extrem ungern wieder rückwärts die gleich Strecke, schein ein psychologisches Ding zu sein, obwohl es nur ein paar Kilometer sind.
Aber egal, ich habe ja noch ein Ziel für heute, nämlich Mortsund mit den Rorbuer, wo ich übernachten werde. Der Empfang ist herzlich, die Grüße aus Gießen werden übermittelt und ich bekomme eine echte Villa! Mit großer Küche und Aufenthaltsraum, Schlafraum und Bad, und für das Fahrrad gibt es noch einen großen Flur. Purer Luxus.
Die Hütte in der ich übernachte wurde früher von einem Fischer genutzt, der später Fischereiminister in Norwegen wurde.
Ich bin sehr froh, dass die Fischerhütten für die Touristen, doch etwas überarbeitet wurden gegenüber den Versionen für die Fischer früher, denn was ich da so in den Museen gesehen habe, deutet doch auf ein sehr rauhes und anspruchloses Leben hin. Wenn die Hütten auch nur währende der Wochen oder Monate genutzt wurden in denen Saison war für den Fischfang in den reichen Fischfanggründen der Lofoten.
Im Restaurant bekomme ich gerade noch was zu essen, und es stellt sich heraus, dass der Kellner ein begeisterter Reiseradler ist, der schon einige wirklich spannende Touren unternommen hat. Wir verabreden uns für den nächsten Abend zum Info und Adressaustausch mit Laptop und Bildern.
Das schöne an diesem Aufenthalt an diesem wirklich außergewöhnlich schönen Ort ist nicht nur die tolle Hütte, sondern auch dass die Übernachtungen teilweise von Wencke gesponsort werden. Und was richtig gut ist, das der andere Teil ein Überraschungsgeschenk zum Geburtstag von meinen lieben Kolleginnen und Kollegen ist. Ich hab mich echt riesig gefreut, dafür gibt’s noch ein extra Posting!

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