59 Mundal – Kaupanger

Wetter: bewölkt, trocken, mittags ein paar Sonnenstrahlen
Tageskilometer: 99
Gesamt zurückgelegte Kilometer: 5025
Tages-Fahrzeit :4:49 h
Gesamte Fahrzeit: 248:23 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,5km/h
Tageshöhenmeter: 2730
Gesamt Höhenmeter: 48384
Maximalpuls: 163
Durschnittliche Pulsfrequenz: 136

Um den Fjord herum geht es wieder auf die 5 in Richtung Süden.
Es steht ein langer Tunnel bevor, der wohl bergauf geht. An der Maustation habe ich Glück, dass gerade auf der anderen Seite jemand abgefertigt wird, so dass mich niemand wahrnimmt und ich einfach an der Schranke vorbei fahren kann, denn schließlich darf ich hier gar nicht fahren.
Es geht immer nur bergauf, und nach einem kürzeren Tunnel von ca. 2,5 Kilometern länge gibt es etwas Licht und einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf den Fjaerlandsfjord.
Dann geht es in den 6,5 Kilometer langen Tunnel. Und es geht weiterhin konstant mit einer Steigung um die 5%, manchmal etwas mehr bergauf. Ich bin noch recht frisch, so dass die Beine gut arbeiten, aber Kilometer lang bergauf fahren ist schon sehr anstrengend, und ich zähle immer die Kilometerschilder im Tunnel runter.
Aber irgendwann ist auch der zu Ende, und ich komme in einem schönen Tal um einen Bergsee heraus, und es geht jetzt erst mal nur steil bergab.
Dann normaliesiert sich das Streckenprofil für ein paar Kilometer und die Fahrt wird durch den starken Gegenwind etwas eingebremst, bis es nochmal eine lange und steile Abfahrt hinunter nach Sogndal gibt. Ein insgesamt schöner, aber auch heftiger Streckenabschnitt mit ordenlicht Höhenmetern. Da Sonntag ist, ist in Sogndal nichts los und ich verzichte auf das geplante Essen, sondern fahre direkt weiter Richtung Urnes, wo es die älsteste erhaltene Stabkirche zu besichtigen gibt.
Nachdem es erst etwas am Fjord entlang geht, muss ich über einen Berg der in meiner Karte überhaupt nicht verzeichnet ist (letztlich ist in Norwegen alles Berge, hier gibt es keine flachen Gelände). Es geht ordentlich steil und lange den Berg hoch. Oben angekommen hoffe ich auf eine Hochebene und einen See, denn nach Urnes gelangt man über eine Fähre. Aber ich hätte in der Karte schon sehen können, dass da ein Fjordarm zwischen Solvorn und Urnes liegt, also all die schönen Höhenmeter in einer steilen Abfahrt wieder hinunter (und auf dem Rückweg wieder hinauf…)
Mit der Fähre geht es nach Urnes, wo es zur Kirche nochmal mit einer Steigung bis zur 20% hinauf geht. Zwei deutsche Reiseradler haben ihre Fahrräder unten stehen lassen und sind zu Fuß hinauf gegangen. Als sie mir bei der Fahrt hinauf zur Kirche begegnen ruft der eine “Bravo”, ich frage mich wie die hier durch die Berge kommen, da kann man nämlich das Fahrrad nicht unten stehen lassen!
Anyway, die Kirche ist hochinterressant und unterscheidet sich deutlich von der in Trondheim im Museum. Es gibt einige Besonderheiten an dieser Kirche, wo die ganze Kunst der Erbauer (und der Reichtum der Auftraggeber?) eindrucksvoll zu sehen ist. Auch die Führung ist sehr gut, wenn wir uns auch ein bisschen beeilen müssen, weil gleich der Gottesdienst beginnt, zu dem sich einige Norwegerinnen in traditioneller Kleidung sehr schick gemacht haben. Es findet glaub‘ ich eine Taufe statt.
Stabkirche in Urnes (die älsteste erhaltene)
Nach ein bisschen Warten geht es mit der Fähre wieder zurück, und nach einem ordentlichen Essen und einem Milchkaffee ist der Berg zurück nur noch ein Klacks. Naja jedenfalls komme ich oben an, und habe eine ordentlich Abfahrt zurück nach Sogndal.
Von Sogndal aus geht es weiter über die 5 nach Süden bis Kaupanger, auch hier gibt es wieder einen Berg zu überwinden, so dass insgesamt über 2700 Höhenmeter zu Buche stehen, und dass bei noch nicht mal 100 Kilometern.
Stabkirche in Kaupanger (die zweitgrößte)
In Kaupanger gibt es auf den Punkt gebracht nichts, kein Hotel und kein Restaurant, es ist kurz nach fünf und das Schiff nach Laerdal geht erst um viertel nach acht. Also fahre ich den Berg hoch zurück und überlege die kleine Fähre zu fahren, muss dann aber durch zwei Tunnel und sicherlich auch noch ein bisschen berghoch. So quartiere ich mich schließlich in an der Tankstelle im Motel ein. Kostet genauso viel wie eine Hütte, und Internet gibt’s auch.

3 Kommentare

  1. ich hasse computer

  2. :-)

    lieber Guido, ich verstehe das schon wieder alles nicht!
    Eigentlich wollte ich dir mitteilen wie schade ich es finde die Geräusche und Gerüche auf den Fotos nicht vermittelt zu bekommen, aber ich bekomme es schon wieder nicht hin, oder doch…

    Alles Liebe

  3. aber dafür lieben dich die Computer! (manchmal so sehr, dass sie deine Kommentare zweimal anzeigen…)