Day 4 Khumjung – Dhole

Trekking Strecke: Khumjung – Dhole (ca. 6,5 km)

SpO2: 80 | Ruhepuls: 74 | Schlafdauer 4,5 St. | Temperatur Lodge Nachts -4° C

Gehzeit: ca. 4:40 Stunden
Abstieg: 540m
Aufstieg: 785
Max. Höhe: 3999
Puls Schnitt/Max: 116/150

Kaum geschlafen, das abgelaufene Bounty macht sich auch bemerkbar. Habe trotz Kälte (-3,5° C im Zimmer) im Schlafsack geglüht. Zum Frühstück geht es gerade so, ich fühle mich nicht super, aber es geht. Ein Apfelpfannkuchen und zwei Marmeladentoasts richten mich wieder auf.

Unser heutiges Ziel heißt Dhole, das ziemlich genau auf 4000m Höhe liegt. Von Khumjung geht es erst mal ordentlich bergab. Da mein linkes Knie ziemlich an der Grenze ist, setze ich bergab die Trekkingstöcke ein. Nach der ersten heftigen Bergabpassage geht es recht moderat am Hang entlang.

Die Strecke bleibt nie gleich, sondern es gibt reichlich Abwechslung. Eigentlich ist es beeindruckend wie steil es direkt neben dem Pfad bergab geht, aber man nimmt das beim Gehen gar nicht so wahr. Dann geht es erstmals ordentlich bergauf. Da ich mir nicht sicher bin, wie es mir heute geht, laufe ich hinter Nir her. Der geht zwar in Zeitlupe berghoch, aber es ist absolute Vorsicht angesagt. Die Kälte, der Staub, die trockene Luft, all das macht den Atemwegen doch zu schaffen.

Der Blick ins Tal ist immer fantastisch, und die mächtigen Sechstausender thronen immer über der Szenerie. Der Weg ist teils sehr steinig, aber nicht im übertragenen Sinne, denn je länger wir gehen, desto besser geht es mir. Noch trabe ich hinter Nir her, ich versuche mich bergauf einfach zu schonen.

Dann erreichen wir Mongla, wo wir eine kleine Pause machen und uns einen Tee gönnen. Von hier geht es dann erstmal  eine ganze Weile bergab. Wieder kommen die Stöcke zum Einsatz. Und die helfen zum Glück. So komme ich ganz gut runter.

Die Strecke führt durch Nadel- und vereinzelt Rhododendronwald. Tief unten im Tal verläuft der Koshi Nadi. Auf der anderen Seite des Tals ist Phortse zu sehen. Als sich der Weg nach Dhole und Phortse teilt fragt mich Nir ob wir in der dortigen Lodge Lunch haben wollen, aber es ist noch nicht mal halb elf. So beiße ich in einen Riegel und wir gehen weiter.

Ab jetzt gehen wir zum Glück hauptsächlich bergauf. Teils über recht steile Treppen. Da es mir mittlerweile wieder richtig gut geht, gehe ich mein eigenes, natürliches Tempo und warte an den markanten Stellen auf Nir. Während es in der Sonne so warm ist, dass man einigermaßen im T-Shirt gehen kann, muss man im Schatten doch den Fleecepulli drüberziehen. So sind auch die Bäche, die hier den Hang herabfallen größtenteils gefroren. Das gibt natürlich ein gutes Fotomotiv.

Auch der Cho Oyu, ein Achttausender, zeigt sich jetzt immer wieder mal. Und obwohl ich oft zum Fotografieren stehen bleibe, haben wir schon um Viertel nach Zwölf unser Ziel, Dhole, erreicht. Weiter gehen wir heute nicht mehr, denn der Aufstieg in die großen Höhen muss langsam erfolgen. Jetzt heißt es hier Zeit totschlagen. Erst mal gibt es Dhal Bhat zum Lunch. Aber außer essen kann ich sonst nicht viel machen. Ich kann nachts eh nicht schafen, wenn ich mich dann Nachmittags auch noch hinlege wird das erst recht nichts, also warten und auf den Ofen starren.

Wir sitzen den ganzen Nachmittag um den Ofen im Gastraum der Lodge, warten auf das Dinner um dann darauf zu warten, dass es Zeit zum Schlafen wird. Ein Franzose ist noch dort, der spricht aber nur schlecht Englisch. Dafür kriegen wir aber ab und zu noch ein ganz gutes Gespräch hin. Um acht lege ich mich ins Bett. Im Zimmer sind es -4° C.

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