Fazit Rhön Radmarathon 2013

Nachdem ich zunächst etwas enttäuscht war, dass es keine Zeitmessung gibt beim Radmarathon von Bimbach, da ich befürchtete, dass das so ein Geradel mit Kaffee und Kuchen wird, muss ich sagen da wird gefahren wie der Teufel.

Eigentlich bin ich genauso gefahren wie am 1. Mai in Frankfurt, also volles Rohr die ganze Zeit, berghoch viel zu viel gepowert, und um die Gruppen gekämpft um auf den flachen Abschnitten und in den Abfahrten vom Windschatten zu profitieren. Ich habe mich richtig gequält.

Die Organisation war sehr gut. Vor allem sehr ordentlich beschildert. Die Leute an den Kontroll- bzw. Verpflegungsstationen waren super nett, der Streuselkuchen sehr lecker, und auch die restliche Versorgung mit belegten Broten usw. war gut. Da ich immer recht früh an den Stationen angekommen bin war alles reichlich vorhanden.

Die Strecke ist typisch Rhön. Ständiges bergauf und bergab. Auch mal längere Anstiege, nicht alpin aber anstrengend genug. Einige Steilstücke mit Steigungen deutlich im zweistelligen Prozentbereich.

Die Marathonstrecke „extrem“ die ich gefahren bin ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Mein Garmin und auch der PC7 haben 237 Kilometer angezeigt, also einen Kilometer weniger als offiziell. Bei den Höhenmetern waren es ca. 250 weniger laut Garmin als die offiziellen 4500.

Eigentlich nur als Trainingsfahrt unter Wettkampfbedingungen geplant, wurde es doch für mich ein Rennen bei dem ich versucht habe hundert Prozent abzurufen. Am Anfang habe ich teils überheblich – oder naiv – überzogen und „sinnlos“ geführt oder Tempo gemacht. Um die 100 Kilometer Marke, habe ich kurzzeitig mein Training in Frage gestellt, musste mich sehr quälen, und habe mich gefragt ob es wirklich richtig war keine episch langen G1 Trainingseinheiten zu fahren wie in den letzten beiden Jahren um diese Zeit. Das ich am Ende noch mit den „Mopeds“ mithalten konnte spricht aber eigentlich für Björns Trainingspläne.

Es waren einige wirklich starke Fahrer dabei. Nach sieben Stunden noch mit 350 Watt die Anstiege hochgeißeln ist wirklich hart, und ich wollte ja nur dranbleiben…

Nur zu gerne hätte ich eine Ergebnisliste mit Zeiten gehabt, um zu erfahren wo ich im Vergleich zu den Anderen stehe und was für Zeiten denn hier noch so gefahren wurden. Aber anhand der Bilder der offiziellen Fotografen kann ich schon abschätzen, dass ich bei den besten 5 – 10% auf jeden Fall dabei bin.

Mit meinen 8:35 h bin ich sehr zufrieden. Auch die Durchschnittsleistung von über 270 Watt über so einen langen Zeitraum ist für mich sensationell. Allerdings traue ich der Leistungsmessung nicht hundertprozentig, da SRM PC7 und Garmin Edge 800 voneinander abweichen.

Das trotz schlechter Vorhersage bestes Radfahrwetter war, war vor allem für die zahlreichen Abfahrten ein großer Vorteil. So macht Rennradfahren spaß.

Also zusammenfassend eine tolle Veranstaltung, wenn es nur eine Zeitmessung gäbe…

2 Kommentare

  1. Bei deinem neuen training verzichtest du auf ga1 und trainierst mehr an der schwelle?

  2. Nein, ich fahre schon viel GA1, bin aber bisher eigentlich bis Mai nix anderes gefahren und dann mal ein bisschen berghoch dazu. Diesmal bin ich viele EB und G2 Intervalle gefahren, aber immer eingepackt in GA1 Zeit. Allerdings bin ich im Training bisher kaum über vier Stunden gefahren. Mein Trainer meint passt schon, mir fehlt die Länge manchmal etwas, aber die habe ich ja in den kommenden Wettkämpfen…