Gedanken zum Ötztaler Radmarathon 2

Nur finishen, 12 Stunden…. Quatsch! Es ist wichtig sich realistische Ziele zu setzen, aber sie müssen auch fordernd sein. Bei den Radreisen war das Nordkap als Ziel für die erste Reise zwar hoch gesteckt aber realistisch, und das Ziel der GB-Tour letztes Jahr war fast die Grenze von dem was ich mir vorstellen konnte, aber eben gerade noch realistisch. Und beide habe ich letztlich locker erreicht.

Da kann ich mir jetzt nicht zum Ziel setzen nur zu finishen. Wenn ich ehrlich bin zu mir selbst, dann weiß ich, dass ich die 10 Stunden drin habe, und auch, dass dies das Ziel ist, welches ich eigentlich erreichen will. Alles andere ist nur „vernünftig sein“. Ich bin aber nicht vernünftig, warum auch? Klar, der Franz Venier hat gesagt, auf keinen Fall eine Zeit vornehmen, und der hat nun wirklich Erfahrung. Auch die alte Faustregel für den ersten Lauf Marathon „Ankommen ist das Ziel, alles andere geht schief“ klingt mir im Ohr.

Aber ich trainiere doch nicht fast 100 Stunden auf dem Ergometer und ca. 6000 Kilometer auf dem Rad um dann nur zu finishen! Nee, dann lieber irgendwo einbrechen, aber alles gegeben haben, als zu langsam darum gegondelt zu sein, aus Angst zu überziehen. Ich muss mich ja nicht absichtlich dämlich anstellen oder mich absichtlich blau fahren, aber das Ziel soll mich auch fordern und motivieren.

10 Stunden heißt einen 24er Schnitt fahren. Auf gerader Strecke natürlich kein Problem, aber bei 5500 Höhenmetern sieht das anders aus. Leider hatte ich keine Gelegenheit mehr die Strecke mal zum Training komplett abzufahren.

Die einzigen Referenzpunkte die ich habe, sind nur schwer vergleichbar. Die 234 Kilometer in Lappland, mit schwerem gepäckbeladenem Tourenfahrrad (knapp 50 Kilo) bei gut 2000 Höhenmetern, für die ich knapp elfeinhalb Stunden reine Fahrzeit brauchte.Dann die gut 4500 Höhenmeter im September letzten Jahres mit ca. 12,5 Kilo schwerem alten Rennrad. Allerdings waren das nur gut 130 Kilometer. Dafür habe ich knapp acht Stunden gebraucht. Und meine Grundlagenausdauer ist sicher besser als letztes Jahr, und auch besser als auf der Skanditour.

Also die 10 muss drin sein. Basta! Das heißt nach den Ergebnissen von 2009 unter die besten 1500 zu kommen. Bei über 4000 Startern ein anspruchsvolles Ziel für einen Reiseradler…

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