I got stones in my passway….

…and my road seem dark as night!

Ich hatte wirklich gehofft, dass ich die letzte Woche vor dem Ötztaler Radmarathon, innere Ruhe finden und meinen Körper optimal vorbereiten kann. Deshalb habe ich viel ins Material investiert, und eigentlich die äußeren Bedingungen geschaffen.

Aber es gibt Dinge die kann man nicht selbst beeinflussen. Angefangen hat es damit, dass die Jungs von Footpower Jahrling es nicht hinbekommen haben mir vernünftige Einlagen für die Radschuhe zu fertigen. Auch nach mehreren Wochen und fünf Nachbesserungen, wie ich am Wochenende feststellen musste. D.h. ich weiß jetzt schon, dass ich beim Ötzi zumindest im linken Fuß brutale Schmerzen haben werde. Eine weitere Nachbesserung diese Woche konnte ich nicht mehr riskieren, die hätten es vielleicht noch schlimmer gemacht. Das ist enttäuschend. Beim Laufen hat’s geklappt, beim Fahrradfahren fehlt leider die Kompetenz, und die Größe das zuzugegeben.

Am Dienstag ging es dann damit weiter, dass das SRM Powermeter seinen Dienst quittiert hat. Diese Anschaffung für horrende 3350,- EUR habe ich extra für die Alpentouren und eben auch den Ötzi gemacht, und obwohl das Teil zwei bis vier Jahre halten soll, waren es bei meinem keine zehn Monate. Da das nicht gerade ein Teil ist, dass in jedem Radladen vorrätig ist, auch nicht bei meinem, heißt es eigentlich einschicken und damit Leistungsmessung beim Ötztaler ade. Das kam für mich aber gar nicht in Frage. Nach einem Anruf bei SRM, hat man mir angeboten direkt vorbeizukommen. Also statt geistiger Regeneration und körperlicher Vorbereitung den Tag im Auto im Stau verbringen. Aber egal.

Also heute ins Auto, gerade mal hundert Kilometer bin ich gekommen, da wird mein Auto mit dem ich übermorgen nach Sölden fahren will von einem LKW übersehen und aufgeschlitzt. Und auch noch auf der Hinfahrt, also bevor das SRM repariert ist. Nun nach einiger Handarbeit am Blech bin ich also mit waidwundem Fahrzeug weiter nach Jülich gegondelt.

Bei SRM die Jungs und Mädels waren aber super nett, haben den Akku vom PowerControl erneuert, neue Firmware aufgespielt, und auch den Powermeter wieder instand gesetzt und frisch kalibriert, alles auf Garantie. Immerhin. Außerdem gab es einige „legendäre“ Fahrräder dort zu bewundern:

Nachdem ich das was vom Auto übrig geblieben ist dann in zäher Fahrt nach Hause bugsiert hatte, und die Kurbel wieder zusammengesetzt habe reicht es gerade noch für eine Probefahrt im Hellen. Irgendwie reagiert die Leistungsmessung jetzt anders. Und auch die Daten die der Powermeter an den Garmin 705 und ans PowerControl senden differieren sehr stark. Auf der Probefahrt fällt dann auch noch die Halterung vom Garmin auseinander. Ich bin wirklich wütend.

Im Ziel kann dass scheiß Fahrrad wegen mir zu Staub zerfallen, aber bis dahin muss das Ding doch halten, das gibt’s doch gar nicht. Ein achtausend Euro Fahrrad das top gepflegt und gewartet ist muss doch 5000 Kilometer durchhalten?!

Richtig gegessen habe ich heute auch nicht. Schwerer Frust staut sich in mir auf. Der wird dann aber abgemildert nachdem ich mit zwei hübschen Frauen ordentlich gegessen habe beim Italiener.

Zum Einschlafen höre ich heute aber noch ein bisschen Blues von Robert Johnson. Der sang 1937

I got stones in my passway….
…and my road seem dark as night!

Anyway, zur Not fahre ich den Ötztaler auch mit dem Klapprad!

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