Kriegserklärung!

Ich habe wirklich alles versucht. Ich war tagelang extrem vorsichtig und nett zu meinem Körper. Keine großen Belastungen, viel schlafen und ruhen, ganz vorsichtig gegessen, das meiste eh zurückgehen lassen, so dass die Wirte schon misstrauisch waren.

Ich habe sogar auf den Start beim Ötzi verzichtet. Das schmerzt jetzt noch. Ich bin in Sölden brav zum Arzt gegangen, habe mir eine Nadel in den Arm stechen lassen und Blut- und Urinwerte bestimmt, habe ein Antibiotikum für Frauen geschluckt und Nieren und Blasentee getrunken.
Und pünktlich zur Fahrt in die Schweiz ist alles wieder wie am Sonntag?! Nee, das kann nicht sein. Das darf nicht sein. Das ist völlig unlogisch. Aber das ist mir jetzt scheißegal und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Auch wenn ich heute morgen alleine innerhalb von einer halben Stunde ein Kg Gewicht abgenommen habe, ich habe die Nase gestrichen voll. Ich erkläre meinem Körper hiermit den Krieg! Ich habe gefrühstückt als ob ich heute einen Radmarathon fahren will, und ich werde mich gleich auf’s Rad setzen und die Vorbelastung fahren. Und wenn ich es nur bis zur nächsten Toilette schaffe werde ich eben noch eine halbe Stunde dranhängen, zur Strafe.
Und dann hole ich die Startunterlagen, mache mein Rad fertig und morgen früh um 6:45 h stehe ich am Start. Und dann werde wir sehen wer stärker ist. Du musst mich schon vom Rad holen wenn du mich fertig machen willst. Und wenn ich mit 5 km/h den Grimsel hochkrieche, morgen sitze ich auf dem Rad, sitze ich auf dem Rad, sitze ich auf dem Rad. Und jede Stunde drücke ich dir eine Tube KH-Gel rein. Und dann sehen wir weiter. Ich bin bereit für die Schlacht, keine Gefangenen. Entweder ich komme durch, auf welcher Runde auch immer, oder du reißt mich vom Rad, aber das musst du erst mal schaffen.

2 Kommentare

  1. Oh, Guido, ich befürchte, diesen Kampf kannst Du nur verlieren… Alles Gute!

  2. Denk dran: Die Alpen stehen schon einige Millionen Jahre da,und nächstes Jahr auch noch,garantiert!!