18. August 2017
von Guido
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RAAM 2017 Rennbericht Teil 8 – Brutalster Abschnitt des Rennens

Seltsam, ich weiß nicht genau wo ich mich befinde, eine Gruppe von Menschen, die mir irgendwie vertraut und doch fremd vorkommen starrt mich etwas erstaunt an. Was zum Teufel ist hier los? Ich versuche meine Gedanken zu ordnen. Ich bin sehr müde, aber ich soll jetzt aufstehen. Ich stehe doch schon oder?

Olli spricht auf mich ein. Jaja, aufstehen, ich soll radfahren. Mit schweren Gliedern schleppe ich mich in das kleine Wohnmobilbad. Die da draußen sind mir schon etwas suspekt. Ich mag es nicht, dass die mich jetzt auf‘s Fahrrad setzen wollen. Ich bin etwas misstrauisch.

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13. August 2017
von Guido
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Timmelsjoch 2 und Gletscherstraße 2017

Geplant hatte ich heute die Straße zum Rettenbachferner zu fahren, so wie die Zeitmessstrecke der Ötztaler Radtrophy vor einigen Jahren war, und dann zum Tiefenbachgletscher weiterzufahren. Den Automat für die Zeitmessung gibt es aber offensichtlich nicht mehr, eigentlich schade.

Beim Frühstück kommt mir das allerdings als Tagesprogramm etwas wenig vor. Vor allem direkt in die Gletscherstraße zu fahren ist mir zu heftig, da muss ich mich vorher warm fahren. Das Ötztal hinunter zu fahren ist wenig verlockend, viel Verkehr und keine sonderlich spannende Strecke. Ich habe auch noch den gestrigen Tag in den Knochen, da brauche ich eine motivierende Strecke.

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12. August 2017
von Guido
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Timmelsjoch 2017 – Nord- und Ostrampe

Nachdem ich mit Katrin einen schönen Tag im Allgäu verbracht habe, nutzen wir die Gelegenheit und die Nähe zu den Alpen um noch eine Nacht in Sölden zu verbringen. So kann ich endlich mal wieder einen Alpenpass fahren und mich etwas auf den Ötztaler Radmarathon vorbereiten und Katrin kann wandernd die Gegend erkunden.

Da wir erst nach dem Frühstück losfahren dauert es bis Mittags bis wir in Sölden angekommen sind und ich sitze erst nach 14 Uhr auf dem Fahrrad. Mein Plan ist es die beiden Auffahrten des Timmelsjoch heute noch zu fahren. Das sollte eigentlich gerade so vor Einbruch der Dunkelheit noch klappen. Ist eher die Frage ob das Wetter mitmacht. Im Tal ist die Temperatur noch ok, auch wenn es leicht bewölkt ist und sogar die Sonne mal durchlugt. Aber die Passhöhe steckt in den Wolken, da ist es bestimmt ordentlich kalt.

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8. August 2017
von Guido
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RAAM 2017 Rennbericht Teil 7 – Schon wieder das Knie

Nach zwei Stunden werde ich geweckt. Die Situation ist mir schnell wieder bewusst und ich „horche“ in mein Bein hinein. Was ich „höre“ klingt nicht gut. Ich glaube, es hat sich nicht geändert. Mal sehen wie es auf dem Rad läuft.

Es zeigt sich schnell, es läuft nicht gut. Ich bin tatsächlich in der gleichen Situation wie 2014 nur diesmal mit dem anderen Bein. Das Team realisiert noch nicht, wie ernst die Situation ist. Die sind wohl der Meinung ich habe eine mentale Schwächephase. Meike schlägt zwar eine TLA vor, wohl aber auch eher weil sie sich eine positive Wirkung auf meine Psyche davon verspricht.

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30. Juli 2017
von Guido
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Rad am Ring 24h Viererteam – Das Rennen

Es ist ziemlich früh, als ich ziemlich gerädert aufwache. Im Sprinter auf dem Boden war es doch ziemlich eng. Aber warm genug war es…

Bis zum Rennstart ist es noch etwas Zeit und wir können nach dem Frühstück in Ruhe die Startnummern anbringen und die Räder vorbereiten. Auch eine Aufwärmrunde auf der Grand Prix Strecke gönne ich mir noch.

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29. Juli 2017
von Guido
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Aktive Regeneration – Rad am Ring

Eigentlich hatte ich nur Meike während des RAAM versprochen sie bei ihrer Rad am Ring Teilnahme zu unterstützen. Je näher das Wochenende kam, desto mehr habe ich jedoch Lust bekommen auf dem schönen glatten Asphalt, auf breiter Straße über die Nordschleife zu geißeln, und habe schon überlegt, ob ich nicht mein Rad mitnehme und Freitags abends oder auf der Ehrenrunde vielleicht doch ein paar Kilometer Nürburgringasphalt schnuppern kann.

Dann kommt die SMS, ob ich nicht einspringen wolle, jemand aus dem Viererteam ist ausgefallen. Da musste ich dann nicht lange überlegen. Viererteam heißt ja drei Runden Pause nach jeder eigenen Runde, das sollte ich doch hinbekommen, auch ohne Laktat…

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22. Juli 2017
von Guido
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Regeneration (immer noch) und der Blick in den Abgrund

Noch immer bin ich in der Regenerationsphase nach dem Race Across America 2017. Die Hände sind noch nicht wirklich besser, auch wenn ich es mir zwischendurch eingeredet habe, hier brauche ich sicher viel Geduld. Radfahren geht eigentlich, bin auch schon in der Gruppe und etwas intensiver gefahren, geht alles und macht auch Spaß, allerdings fehlt mir das drumherum etwas und gerade stehe ich am Rand von dem großen Loch, in das ich schon 2014 gefallen bin.

Will heißen, der innere Antrieb läuft auf Sparflamme. Ich kann zwar irgendwo sitzen, einen Cafe trinken und auf den See schauen und dabei zufrieden sein (bin also nicht depressiv), aber richtig Aktivität entwickeln fällt mir schwer, arbeiten fällt schwer, d.h. es ist erstaunlich anstrengend die nötige Konzentration zu halten. Auch der Zug auf’s Fahrrad ist gering, obwohl es mir sehr viel Spaß macht wenn ich erst mal drauf bin. (im Gegensatz zu Phasen vor dem Rennen)

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19. Juli 2017
von Guido
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RAAM 2017 Rennbericht Teil 6 – Rocky Mountains, die großen Pässe

An Durango kann ich mich eigentlich ganz gut erinnern, so erkenne ich vieles wieder und auch die ungefähre Streckenführung ist mir geläufig. Allerdings wäre ohne Navigation durch das Followcar ein Verfahren vorprogrammiert. In den Städten geht es eben nicht nur geradeaus nach Osten, wie das meist außerhalb der Fall ist.

Mark liegt gar nicht weit vor mir, aber ich habe noch kein Interesse ihn jetzt anzugreifen, im Gegenteil, die Platzierung interessiert mich gar nicht so. Ich will einfach nur meinen Rhythmus fahren und dann später sehen was sich mit den Platzierungen ergibt, ob wir tatsächlich noch jemanden angreifen können oder uns nach hinten verteidigen müssen.

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