Peakbreak 2013 Fazit

Der Peakbreak 2013 war für mich ein besonderes Rennen. Denn hier hatte ich doch etwas gut zu machen. Der Sturz 2012 hat mir lange in den Knochen gesteckt, und selbst jetzt merke ich das doch noch manchmal beim Abfahren, auch wenn ich zwischendurch den Eindruck hatte, dass das alles komplett überwunden ist.

Mit der so glücklich gelaufenen 6. Etappe und der guten Zeit am Kitzbüheler Horn habe ich dieses Kapitel für mich nun endgültig abgeschlossen. Auch das Ziel einmal erfolgreich ein Etappenrennen zu bestreiten ist nun abgehakt.

Im Prinzip macht das sehr viel Spaß, ist allerdings auch mit erheblichen Kosten verbunden. Denn als „Jedermann“ zahlt man ja immer recht hohe Startgebühren, wobei die gut 400,- EUR für den Peakbreak gemessen daran, dass man ja praktisch 8 Radmarathons oder -rennen hintereinander fährt, noch durchaus fair sind. Aber es kommen noch die Anreise und die Übernachtungen dazu, so dass das Ganze schon soviel kostet wie ein ordentlicher Urlaub.

Wahrscheinlich ist der Erholungswert eines Etappenrennens in den Alpen aber viel höher als bei den meisten anderen Urlaubsformen. Denn man kann wunderbar abschalten, es gilt nur Radfahren, Erholen, Essen und Schlafen.

Mit meiner Platzierung bin ich sehr zufrieden, Ziel war es unter die Top 25 von allen Teilnehmern zu fahren, Platz 19 ist es letzlich geworden. Ich hatte es allerdings nicht geschafft mit 74kg in den Wettkampf zu gehen. Ich fürchte gar, dass ich dieses Gewicht überhaupt nicht ohne strenge Diät erreichen kann. Und das macht für einen Normalfahrer einfach keinen Sinn. Aber auch mit ca. 77kg. bin ich ganz ordentlich die Berge hinauf gekommen. Nur bergrunter muss ich mich deutlich verbessern. In den Abfahrten habe ich mehrmals schnelle Gruppen verloren, was halt sehr blöd ist. Da ackert man sich den berghoch, fährt vielleicht sogar etwas Vosprung raus und wird dann in der Abfahrt lässig überholt und abgehängt…

Das ich mich im Laufe der Woche im Verhältnis zu anderen Fahrern stetig gesteigert habe war letztes Jahr schon so. Vielleicht habe ich mich vom Swiss Cycling Marathon erholt, vielleicht regeneriere ich ganz gut, so genau kann ich das nicht sagen. Ich bin allerdings etwas fitter in den Wettkampf gegangen als letztes Jahr, da ich den Schweizer Radmarathon dieses Jahr doch deutlich besser weggesteckt habe. Nach dem Peakbreak war ich dann aber auch ziemlich platt, was ich vor allem am darauffolgenden Wochenende beim Schauinslandkönig gemerkt habe.

Was mir gut gefallen hat am Peakbreak 2013, war die familiäre Atmosphäre. Viele aus dem letzten Jahr waren wieder dabei und es herrschte immer Respekt vor der Leistung der Anderen, von den Teilnehmern her war das schon klasse. Auch die Organisatoren und alle die geholfen haben bildeten ein sehr sympathisches Team. Hier nochmal ein herzliches Dankeschön für euren Einsatz.

Das heißt nicht, dass man nichts verbessern könnte. Auch wenn die relaxte Kärntner Art sehr symphatisch ist, könnte man doch einige Dinge besser durchorganisieren. Das es zum Racebriefing keinen Strom für den Beamer gibt, oder dass nicht morgens schon früh, wenn die ersten Fahrer zum Start kommen mindestens zwei gut funktionierende Luftpumpen bereit stehen sind vermeidbare Ärgernisse. Nicht dramatisch, aber muss auch nicht sein.

Was aber auf jeden Fall nicht so gut war, war der fehlende Materialservice vor, während und nach dem Rennen. Das geht eigentlich auf einer achttägigen Etappenfahrt nicht. Ich habe mir mit der Schaltung selbst beholfen, aber wenn jemand einen größeren Defekt hatte, dann war das wirklich problematisch. Das war letztes Jahr besser geregelt.

Letztes Jahr hat mir auch der Start und die Moderation bei der Zielankunft besser gefallen. Das hat deutlich mehr Stimmung gemacht. Hier war das nur auf der 6. und auf der letzten Etappe so ähnlich, das war etwas schade.

Auf den langen Etappen fehlte außerdem eine Verpflegungsstation. Ich bin zweimal trocken gelaufen. Zwar hatte ich Glück und es gab etwas aus einem Begleitfahrzeug, aber auf der zweiten Etappe definitiv zu spät. Also hier wenigstens noch eine kleine zusätzliche Aidstation mit Getränken bitte.

Mit den Hotelunterkünften hatte ich diesmal Glück, d.h. ich habe immer zentral und nahe am Start-/Zielort gewohnt. Das ging aber leider nicht allen so. Hier sollte der Veranstalter nicht einfach die Verantwortung auf die lokalen Tourismusämter abschieben, denn als Teilnehmer kann man nicht wirklich prüfen wie nahe eine Unterkunft am Startort ist. Das ist meiner Meinung nach Sache des Veranstalters. Aber wie gesagt ich hatte Glück und meine Unterkünfte waren alle ok.

Anyway, den Peakbreak 2013 werde ich in guter Erinnerung behalten. Die Höhepunkte waren für mich das Zeitfahren zum Kronplatz, auch wenn der Belag diesmal schwer zu fahren war und vor allem die 6. Etappe mit dem Kitzbüheler Horn als Abschluss. Wenn man als Jedermann ein anspruchsvolles Etappenrennen mit guter Besetzung fahren will, dann gibt es wohl kaum eine Alternative zum Peakbreak.

Nur eines würde ich mir bei einer weiteren Teilnahme unbedingt wünschen, dass man jeden Tag eine vernünftige Ergebnisliste bekommt. Und zwar mit dem Ergebnis der Etappe, dem Stand im Gesamtklassement und diese Ergebnisse auch für die Alterklasse. Diese sollte auch online stehen, damit die Freunde zu Hause das Rennen auch verfolgen können. Das hat diesmal erst gegen Ende einigermaßen geklappt. Die Fahrer die nicht unter die Top 3 fahren interessiert das eben auch…

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