RAAM 2016 – erste längere Schlafpausen und Positionsverschiebungen

Nachdem  nun über anderthalb Tage der Rennzeit verstrichen sind beginnt sich das Feld neu zu sortieren.

Einige  Fahrer machen erste etwas längere Schlafpausen, die Anstiege sortieren die „Roller“ nach hinten, die 24 h Fahrer bekommen eine Ahnung von dem was sie noch erwartet.

Natürlich haben sich alle Fahrer gut vorbereitet und allen war vor dem Rennen bewusst, dass sie über 4860 Kilometer zurücklegen müssen, aber jetzt greift auch die Erfahrung von einer oder gar mehreren RAAM Teilnahmen.

In den Begleitteams ist die erste Euphorie einer gewissen Müdigkeit gewichen und alles was nicht optimal vorbereitet ist kommt nun zum Vorschein. Es wird sicher einen weiteren wenn nicht zwei Tage brauchen bis das alles bereinigt ist und sich die RAAM Routine auf hohem Niveau einstellt. Wichtig ist, dass der Fahrer davon möglichst wenig mitbekommt und einfach fahren kann.

Stefan hat eine Schlafpause hinter sich die ihn einige Plätze gekostet hat. Und wie vorrauszusehen war sind nun Marko Baloh und Gerhard Gulewicz nach vorne gekommen. Ebenso Mark Pattinson.

Auch Aske Soby, David Haase und Julian Eisenbeis fahren sehr konstant und bleiben an der Spitze dran bzw. nähern sich sogar etwas. In Führung liegt immer noch Pierre Bischoff, der nun definitiv ein ernsthafter Siegkandidat ist, ebenso wie Ralph Diseviscourt auf  Platz drei liegend.

Sensationell ist immer noch Seana Hoogan unterwegs, sie bewegt sich im Topten Feld der Männer!

Nicole Reist hat sich einen ordentlichen Vorsprung  gegenüber Juliana Buhring herausgearbeitet, was in den Anstiegen durchaus zu erwarten war. Da sie auch im ersten Teil vor Juliana lag ist sie im Moment etwas favorisiert, allerdings ist gerade mal ein Sechstel des Rennens zurückgelegt, also noch alles völlig offen.

Man muss bei allen Einschätzungen bedenken, dass die Finisherquote oft nur knapp über 50 Prozent liegt, so dass noch mit einigen Ausfällen zu rechnen ist. Allerdings sind dieses Jahr die Bedinungen bis jetzt sehr gut und fast alle gut durch die Wüste gekommen.

Nur drei Fahrer liegen im Moment nicht gut für den ersten Timecut in Durango. Erwähnen sollte man hier mal Sergey Zimin, einziger russischer Teilnehmer der in der Kategorie über 70 startet. Ich wünsche ihm, dass er es bei seinem dritten Versuch schafft zu finishen.

Ricardo Arap und Geoff Landrum scheinen Probleme zu haben, dort könnten sich die ersten DNFs abzeichnen.

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