RAAM 2016 – nur noch wenige Stunden für Bischoff

Pierre Bischoff hat es fast geschafft er befindet sich kurz vor TS 51. Ab hier wird er fliegen, alle harten Abschnitte liegen hinter ihm, einschließlich der Appalachen, der Abstand ist komfortabel groß, er scheint gut drauf zu sein. Kurz der erste deutsche Sieg beim Race Across America steht kurz bevor.

David Haase hat eines der bemerkenswertesten Comebacks der RAAM Geschichte hingelegt. Er wird den zweiten Platz nach Hause fahren. Mako Baloh hat sich gegen alle Schwierigkeiten durchgekämpft, sich lange gegen Haase gewehrt und wird den dritten Platz nach Hause fahren.

Ok, das ist das RAAM. Noch immer kann etwas passieren, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es wie oben beschrieben kommt ist sehr hoch.

Auch Platz vier und fünf scheinen vergeben, Diseviscourt auf 4 und Ferris auf 5, aber die beiden müssen noch durch die Appalachen, also hinter Baloh kann sich durchaus noch was tun.

Martin Gruebele führt die 50+ Klasse souverän an und folgt auf Platz 6. Dann folgt ein Amerikaner auf 7, den ich noch gar nicht auf  dem Schirm hatte, Chris O’Keefe.

Auf Platz 8 liegt die führende bei den Frauen Nicole Reist, ein fantastisches Rennen bisher.

Darauf folgt eine Gruppe von fünf Fahrern, angeführt von Julian Eisenbeis, der damit bei seiner ersten RAAM Teilnahme in den Topten liegt, tolle Leistung bis hierher. Auch er hatte Probleme zu überwinden und hatte mit großen Schmerzen in den Schienbeinen zu kämpfen.

Da die Softtimecuts recht großzügig gehandhabt wurden gehe ich davon aus, dass es einige Fahrer nicht innerhalb des (harten) Zeitlimits schaffen werden. Aber die Einstellung von z.B. Rouvinen, der schon seit geraumer Zeit deutlich am Ende des Feldes fährt „ich fahre so lange ich fahre, und so lange sie mich nicht rausnehmen fahre ich, egal welche Zeit“ finde ich gut. Erst aufgeben, wenn praktisch UND theoretisch keine Chance mehr auf ein Finish besteht.

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