RAAM 2018 – Kansas, Wind und schlechte Erinnerungen

Christoph Strasser hat mittlerweile den Halfwaypoint überschritten, er hat noch zwei Time Stations in Kansas zu absolvieren und führt mit über 200 Meilen Vorsprung.

Dahinter sortiert sich das Verfolger Trio immer mal neu. Momentan Dizzy vor Mauerhofer vor Reist. Thomas Mauerhofer sah am Wolf Creek wirklich frisch aus, und scheint sich auch in Kansas deutlich wohler zu fühlen als in der Hitze von Arizona.

Nicole Reist fährt nach wie vor super stark. Auch Ralph Diseviscourt fährt ein gutes Rennen und ist deutlich stärker als bei seiner ersten Teilnahme.

Mit gebührendem Abstand folgt ein Duo, der Amerikaner Michael Conti und der Däne Andy Christensen. Sie befinden sich noch in Colorado, haben aber die Abfahrt nach Trinidad (TS 20) hinunter hinter sich gebracht und die Rocky Mountains damit hinter sich gelassen.

Der Deutsche Christoph Hanle führt weiterhin die 50+ Klasse an und ist nun am La Veta Pass. Noch einen weiteren Pass mit über 3000m Höhe muss er überwinden.

Das Feld ist nun deutlich weiter auseinander gezogen, während die Spitze in Kansas schon teils auf den Zeitfahrmaschinen Gas gibt, müssen die hinteren noch mitten in den Rockies bergauf kämpfen. Es scheint auch so zu sein, dass die hinteren jetzt etwas Pech mit dem Wetter haben und auf dem eigentlich recht trockenen Coloradohochplateau mit Regen konfrontiert wurden. Aber insgesamt sind die Bedingungen noch immer gut.

Ich selbst habe leider keine so gute Erinnerungen an Kansas. 2014 kam ich schon mit massiven Kniebeschwerden dort an, und 2017 gingen sie dort los. Außerdem ist es gefühlt ein unfassbar langer Bundesstaat und man kann einfach nicht glauben, dass man Meile um Meile fährt, sich Time Station um Time Station vorwärtshangelt und dann immer wieder doch nur in Kansas ist. Ein Lichtblick ist allerdings TS 30, die letzte in Kansas, denn dort residieren die Ashwills, eine RAAM verrückte Familie, die Fahrern und Crews ihre Gastfreundschaft und Hilfe anbietet.

 

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