Regeneration und Rekonstruktion

Die Regeneration läuft eigentlich ganz gut. So habe ich, über Sitzfahrrad und indoor Einheiten auf dem Roubaix SL4 im Kickr, am Sonntag den Weg zurück auf die Straße gefunden. Ein bisschen auch motiviert von Marko Baloh, der über vier Stunden gefahren ist mit richtig viel Höhenmetern.

Am Hausberg war die Zeit völlig in Ordnung, was nur zum Teil an der Leistung lag, zum Teil am noch immer niedrigen Gewicht. Mit 74 kg und 300 Watt kann man schon agieren…

Gegen Ende der Einheit kam richtig Freude auf und ich hatte Lust die, wenn auch kurze, Einheit richtig Gas zu geben. Als ich aber nach 1:40 St. vom Rad gestiegen bin hat es im linken Bein geblitzt und gezuckt, bis in den unteren Rücken, und seitdem gehe ich etwas schief. Wahrscheinlich mein üblicher Schwachpunkt ISG. Da hätte ich doch gerne mal eine richtige Analyse zu und vor allem eine aktive Therapie, so dass ich das zukünftig vermeiden kann.

Anyway, Fitnessstudio habe ich die Woche dann ausgesetzt, auch wenn das prinzipiell den Ursachen wahrscheinlich entgegenwirkt. Ich wollte eh die meiste Zeit mit dem Schreiben des Rennberichtes verbringen.

Das ist aber ein harter Kampf. Die Hände haben sich jetzt nach dem Rennen nochmal verschlechtert, obwohl ich gleich eigenständig mit der Therapie angefangen habe. Das sechs Finger schreiben geht eigentlich noch, auch wenn der Cursor immer mal wieder sonst wo im Text steht und ich den Wortmüll dann wieder auseinandernehmen und copy-pasten muss. Allerdings kann ich gerade kaum irgendwas vernünftig festhalten. Beim Sushi Essen helfen keine Verrenkungen, mit Stäbchen würde ich wohl verhungern.

Schwieriger ist es aber meine Erinnerungen wieder korrekt zum tatsächlichen Ablauf zusammenzusetzen. Ich bin bei Tag drei bis vier angelangt und die Ereignisse fließen ineinander über, mir fehlen manchmal die Ankerpunkte in Form von Bildern oder Notizen um meine Gefühle wieder abzurufen. So werden aus langen qualvollen Anstiegen nicht mal Nebensätze und aus einem unwichtigen Detail an das ich mich zufällig erinnere ganze Absätze, und ich habe das Gefühl, das Rennen nicht so wiederzugeben wie ich es erlebt habe.

Aber ich arbeite daran und hoffe es doch noch halbwegs hinzubekommen, nur dauert der Kampf um einen Blogbeitrag dann schon mal mehrere Tage.

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