Tag 37 Ballina – Donegal

Wetter: bewölkt, meist trocken 9 bis 12°
Tageskilometer: 124
Gesamt zurückgelegte Kilometer: 3269
Tages-Fahrzeit :4:55 h
Gesamte Fahrzeit: 174:59 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 25,2 km/h
Tageshöhenmeter: 1056
Gesamt Höhenmeter: 36753
Maximale Steigung 9%
Maximalpuls: 149
Durschnittliche Pulsfrequenz: 120

Von Ballina geht es über die N59 zunächst nach Sligo. Da der Wind immer noch stark bläst (laut Wetterbericht mit bis zu 70 Meilen pro Stunde) und aus Südwest kommt, ich aber meist nach Nordost fahre, habe ich diesmal massive Unterstützung. Die ersten 25 Kilometer steht der Schnitt bei 27 km/h, ohne dass ich irgendwie besonders Druck machen müsste.

Schöner Nebeneffekt des etwas besseren Wetters (es ist meist trocken, und manchmal schaut sogar die Sonne durch die Wolken) ist, dass ich deutlich mehr von der Landschaft mitbekomme. Die ist zunächst nicht spektakulär, aber vor allem an der Küste gibt einige schöne Buchten an denen das Meer in großen Wellen Richtung Strand peitscht.





Knocknarea Mountain mit einem Hüglegrab obendrauf:

Durch die hohe Geschwindigkeit ist Sligo recht früh erreicht. Die Stadt ist vor allem bekannt durch William Butler Yeats den Dichter. Der hier auch durch verschiedene Skulpturen geehrt ist. Aber auch sein Bruder Jack, der Maler hat teilweise in Sligo gelebt.



Die Stadt wird im Baedeker als nettes Städtchen beschrieben, dem würde ich zustimmen. Meinen Mittagstee nehme ich im „Glashouse“, ein Cafe in schöner Lage am reißenden Garavogue River.



Nach etwas „Gondeln“ durch die Stadt geht es weiter die N15 entlang Richtung Donegal. Bei Drumcliffe ist nicht nur das Grab von Yeats (William), sondern auch ein um das Jahr 1000 errichtes Hochkreuz. Die Hochkreuze sind eine besondere religiöse Kunstform Irlands, die, wie neuere Untersuchungen zeigen, vielleicht sogar auf einen besonderen Künstler zurückgehen. Sozusagen der Michelangelo Irlands. Wie aber auf dem Foto zu sehen, hat die Zeit schon deutlich ihre Spuren auf dem Kunstwerk hinterlassen, so dass man mehr erahnen denn sehen kann was dort zu sehen ist.



Weiter geht es Nordostwärts, nach wie vor mit guter Unterstützung des Windes. Leider verpasse ich meinen zweiten geplanten Besichtigungspunkt, nämlich Creevykeel. Dieses eindrucksvolle Hügelgrab hätte mich sehr interessiert, aber kein Schild, oder wenn dann ein so kleines, dass ich es nicht sehe. Erst als ich schon so ca. 5 Kilometer über der geschätzten Distanz bis dorthin bin, gibt es Gelegenheit an einer Tankstelle zu fragen. Die freundliche Dame meint so fünf bis sechs Meilen zurück, da wäre gerade eine Baustelle (vielleicht deshalb kein Schild?).
Rückwärts fahren fällt mir ganz ganz schwer. Und jetzt 6 Meilen gegen den Wind. Nee, maybe next time.



So ziehe ich durch bis Donegal, und freue mich, dass ich endlich mal sehr früh im Zielort bin, so dass ich gemütlich noch ein paar Kekse kaufen kann, und den heutigen Tag früh beenden kann. Verbucht wird das Ganze dann als Erholungstag, auch wenn die Zahlen anders aussehen, aber heute hat der Wind doch auch mal sein Gutes.




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