Trainingslager Fuerteventura Tag 1

Nachdem die letzten Tage nochmal etwas stressig waren, war heute endlich Abflug ins Trainingslager.

Fliegen ins Trainingslager ist ja schon ein bisschen nervig, erst recht mit Rennrad.

Extra anmelden und 100 EUR zusaätzlich zahlen, das Teil zerlegen und in die Radtasche quetschen, hoffen, dass es heil ankommt, stickige Luft im Flieger, Anfahrt zum Flughafen, Warten beim Einchecken, Warten beim Boarding, Warten beim Sicherheitscheck, ein Nachbar, aus dessen Ohrhörern die Musik vier Stunden lang lauter nach draußen schallt als nach innen, schreiende Kinder, das Dröhnen der Triebwerke mit 79db, warten auf das Gepäck am Flughafen Ankunft, warten auf das Sondergepäck Fahrrad, suchen des Mietwagenverleihers, suchen des Mietwagens, suchen des Hotels, suchen des Zimmers, montieren des Rennrads, einkaufen, Internetzugang erbetteln, (Trefferqoute 50%) „funktioniert immer, nur leider nicht auf Ihrem Zimmer“, „Internet haben wir, kostet 35 EUR pro Woche“…

Puh, der erste Tag ist ganz schön anstrengend, auch wenn mir alles so vertraut vorkam, da ich dieses Jahr schon mal auf den Kanaren im Trainingslager war. Im März war es Lanzarote, diesemal Fuerteventura.

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Fliegen hat auch schöne Seiten

Der erste Eindruck von der Insel ist genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Karg, steinig und sandig, lange Straßen durch eher ödes Land, sehr sehr windig. Genau das wollte ich habe, um mich mental etwas zu fordern. Vor allem der heftige Wind kann nerven, und mich nicht vom Wind nerven zu lassen, dass will ich im Hinblick auf das RAAM 2014 trainieren.

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Fuerteventura

Das Resort, dass ich mir ausgesucht habe (Las Playitas) wird gerne von Triathleten besucht, entsprechendes Schwimmbecken ist vorhanden, Radstation auch. Dass der Internetzugang 35 EUR die Woche kostet und dazu sehr schlecht ist, ist natürlich ein Auschlusskriterium, genauso wie das blöde Bändchen das man tragen muss damit man Frühstück bekommt, so dass ich schon seit dem Einchecken weiß, dass ich das letzte mal hier bin. Aber für das Training ist das egal, wenn ich meinen Trainingsplan durchziehen kann ist alles ok.

Am ersten Tag hat es allerdings schon mal nicht geklappt. Björn war da einfach etwas optimistisch, so dass ich statt zwei bis drei Stunden zum Einrollen nur eine knappe Stunde fahren konnte, und trotzdem noch im dunklen ohne Licht ins Hotel zurückgekommen bin. Zum Glück reflektieren meine Klamotten so stark, dass ich angestrahlt leuchte wie ein Weihnachtsbaum.

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Späte Installationsrunde, die Sonne geht schon unter.

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Lange gerade Straßen, karge Landschaft.

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Nicht zu sehen, heftiger Gegenwind.

Das Zimmer ist aber ok, ich habe auch etwas Aufpreis für „seaview“ bezahlt, so mitten in der Öde mit Blick auf kahle Steine, das macht dann doch etwas depressiv, dann lieber Blick auf Palmen, Meer und Sonne.

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Abends zum Essen auch noch einen Zufallstreffer gelandet und ein gutes Restaurant erwischt. Da gab es Salat mit Morcilla, was ungefähr dem englischen black pudding entspricht. Das habe ich seit der GB-Irland Radreise nicht mehr gegessen (wo auch). Sehr lecker.

Die brutal laute Weihnachtsmusikbeschallung in Gran Tarajal (englische Weihnachtssongs mit spanischen Texten und etwas Latin Swing) hat mich nicht davon abgehalten noch ein paar Meter an der Strandpromenade zu gehen. Frühes ins Bett gehen ist aber angesagt. Eigentlich will ich zwei Wochen lang nur radfahren, schlafen und ein bisschen essen…

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Strandpromenade Gran Tarajal.

 

Ein Kommentar

  1. Hi Guido,
    viel Spaß im Trainingslager wünschen Dir P A T J !