Trainingslager Rhön/Glockner Tag 2

Heute morgen schließe ich mich einer kleinen Gruppe an, die etwas später startet. Wir fahren zu viert, und die anderen drei sind richtig gut. Mit Markus bin ich gestern schon gefahren, Rüdi kommt als „Guide“ hinzu und Stefan.

Da wir nun jemand mit Ortskenntnis dabei haben fahren wir insgesamt mehr auf verkehrsärmeren Strecken als gestern. Aber ärmer an Höhenmetern ist die Strecke natürlich nicht. Berghoch treten wir oft über längere Zeit deutlich über dreihundert Watt, und ich frage mich wie lange ich mit den drei mithalten kann. Aber zunächst geht es sehr gut.

Einzige etwas heikle Situation ist ganz am Anfang der Fahrt ein offensichtlich betrunkener Autofahrer, der mit knapp 30 km/ in leichten Schlangenlinien vor uns her fährt und die Fahrt etwas einbremst. Aber der biegt zum Glück recht schnell ab, und wir können die herrliche Landschaft und das Fahren genießen.

Das Auf und Ab ist hier nun mal durch die Topographie vorgegeben und so sammeln wir recht schnell Höhenmeter um Höhenmeter. An einem etwa drei- bis vierhundert Meter langen Steilstück erreicht die Steigung sogar mal 18%, also seine bergfestigkeit kann man hier ganz gut testen. Vor allem gibt es auch einige etwas längere Steigungen, mal über fünf, sechs Kilometer, etwas das mir für das Training zu Hause etwas fehlt, wenn es da mal bis 8% steil wird, ,dann ist nach ein, zwei Kilometern normalerweise Schluss.

An einer dieser längeren Steigungen muss ich dann aber leider mal etwas reißen lassen. Die Jungs fahren da ziemlich konstant um die 320 Watt hoch, und ich muss so auf knapp unter 300 nachgeben, so dass ich Meter für Meter zurückfalle und so letztlich fast 400 Meter bis obenhin verliere. Aber danach geht es wieder sehr gut, so dass das die einzige Schwäche für heute bleibt.

Ein Teil unserer Strecke führt über die Hochrhönstraße, wo sich wirklich herrliche Ausblicke bieten. Auch wenn ich manchmal mehr damit beschäftigt bin das Hinterrad meines Vordermannes zu halten, aber ich bin ja auch nicht zum Gucken hier, sondern um ein paar Höhenmeter zu sammeln, und mal einen etwas intensiveren Block zu fahren, nachdem ich bis jetzt ja bis auf das Radrennen in Eschborn nur Grundlage gefahren bin.

Am Ende summieren sich die Höhenmeter, die Dauer, und die gefahrenen Kilometer  auf praktisch die gleichen Werte wie gestern. Selbst die durchschnittliche Leistung ist ganz ähnlich. Das passt sehr gut. An 4000 Höhenmeter pro Tag wie bei meinem Aufenthalt in Andermatt letztes Jahr ist momentan überhaupt nicht zu denken. Ich habe auch wirklich schweren Respekt vorm Glockner nächste Woche, mal schauen wie das wird.

Die zweite Trainingseinheit des Tages besteht aus lockerem in der Sonne sitzen im Cafe in Gersfeld, ordentlich Latte Machiato (den Milchcafe kann man nicht drinken), und anschließend noch ein kleiner Spaziergang durch den Schlosspark.

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