Trainingslager USA Tag 7

Heute steht ein Ruhetag auf dem Programm mit leichter „aktiver Regeneration“. Nach dem Frühstück, das genauso schlecht ist wie die anderen Tage zuvor geht Marco auf seine Runde. Nach den ganzen Tagen im Auto endlich die Gelegenheit Arizona mit dem Rennrad zu erfahren.

Ich wollte erst mitfahren, will aber erst noch den gestrigen Tag für’s Blog niederschreiben. Deshalb fahre ich mittags mit dem Auto an die Stelle wo wir gestern aufgehört haben und fahre weiter auf der Route. Natürlich locker im niedrigen G1 Bereich, aktive Regeneration eben.

Zunächst geht es mit geringer Steigung geradeaus  bis „Walden“.

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Dann kommt der angeblich so heftige Anstieg. Sogar die begleitenden Wohnmobile dürfen beim RAAM hier nicht fahren. Warum auch immer, die hier oft anzutreffenden Riesenwohnmobile von der Größe eines Reisebusses mit angehängtem Auto haben jedenfalls keine Probleme zu fahren.

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Der Anstieg beginnt mit ca. 3% und zieht mal an bis 5%, mehr passiert erst mal nicht. Das Wetter ist angenehm kühl, fast schon zu kühl, im Anstieg wird die Sonne komplett von den Wolken verdeckt, es sind so um die 20° C.

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Bevor es richtig berghoch geht, kommt auch schon wieder ein flacher Teil der in eine kleine Zwischenabfahrt übergeht. Der Eindruck aus dem Auto hat also nicht getäuscht, der Anstieg ist völlig easy, die im Routebook beschriebene Strecke wurde vielleicht durch eine neue Straße ersetzt, aber treacherous geht jedenfalls anders.

Auch nach der Zwischenabfahrt geht es nur moderat berghoch, manchmal auch einfach flach.

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Die Temperatur ist jetzt allerdings stark abgefallen. Und es sieht nach Regen aus. Außerdem muss ich aufpassen, dass ich schön moderat fahre und nicht die Pferde mit mir durchgehen.

Der Regen nimmt etwas zu, die Temperatur liegt bei 8° C. Jacke habe ich leider keine dabei. Trotzdem fahre ich den Anstieg noch zu Ende. Von hier müsste ich jetzt nur noch nach Prescott reinrollen und wäre am Hotel, bei dem Regen ein verlockender Gedanke. Allerdings müsste ich dann mit dem Taxi zum Auto zurückfahren. Blöd. Also drehe ich oben um. Ohne Jacke bei Regen in der Abfahrt ist nicht so angenehm. Vor allem piekst der Regen so. Da merke ich erst, dass es leicht hagelt.

Das kann aber eigentlich nicht lange dauern, im Prinzip hängt nur eine große Wolke über dem Berg, in der Prärie unten sieht es deutlich besser aus. So fahre ich bergab, bis der Hagel wieder Regen wird und ich mich an den Gegenanstiegen aufwärmen kann. Dabei immer schön die Leistung dosieren und im G1 Bereich bleiben.

Dann aber bin ich endlich aus der Regenwolke rausgefahren, es scheint sogar ein bisschen die Sonne und so 5 Meilen bevor ich das Auto erreicht habe ist es wieder einigermaßen warm.

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Es war gut den Anstieg gefahren zu haben, das Routebook hätte uns hier auf die falsche Fährte geführt. Ich weiß nicht wie sich der Anstieg mit 25 Stunden Radfahren in den Knochen anfühlt, aber prinzipiell ist er völlig sanft mit schönen Passagen zum erholen falls man es denn braucht.

Nachdem heute nach knapp zweieinhalb Stunden der Arbeitstag beendet ist, bleibt noch etwas Zeit und ich schaue mir mit Marco zusammen Prescott an. Es gibt einige Fahrradläden hier, so dass ich  mir noch SKS Raceblades besorgen kann, die hatte ich zu Hause vergessen und werde sie wohl sicher die nächsten Tage noch brauchen können.

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2 Kommentare

  1. Geiles Teil das GALFEE Bamboo (http://calfeedesign.com/products/bamboo/) !

    Viel Spaß noch in den USA