Verpflegung und Nutrixxion beim Alpenbrevet

Ein paar Worte zu Nutrixxion und meinem Bericht über das Rennen. Wenn ich nach dem Event meine Gedanken in die Tastatur fließen lasse, dann kommen die ungefiltert im Notebook an. Ich versuche immer nachzuvollziehen was ich während der Fahrt gedacht und gefühlt habe. Das ist für mich eine gute Möglichkeit dieses Ereignis festzuhalten und vor allem auch es zu verarbeiten.

Dabei nehme ich einerseits wenig Rücksicht auf politisch korrekte Formulierungen, andererseits auch nicht darauf, ob, mit Abstand betrachtet, alles „objektiv richtig“ ist. Ich versuche einfach zu beschreiben was in dem Moment in meinem Kopf (und den Beinen) vorgegangen ist. Wenn ich hinterher etwas, mit etwas Abstand, anders sehe, dann schreibe ich es auch hier ins Blog, aber eben hinterher.

Dass das Endurance Getränk von Nutrixxion tatsächlich als Isotonisches Sportgetränk bezeichnet wird, habe ich am Abend vorher beim Vergleichen der Inhaltsstoffe übersehen, die Leute an den Verpflegungsstationen hatten also natürlich recht, wenn sie mir „Iso“ angeboten haben. Vom Marketingnamen kann man leider meist schlecht auf den Einsatzzweck eines Produktes schließen. Auch ist der Unterschied zwischen Iso- und KH-Getränk sicher fließend. Das LongEnergy, das ich während Trondheim – Oslo benutzt habe unterscheidet sich ja noch eher durch den Proteinanteil, und ein großer Preisunterschied ist da nicht.

Worauf ich hinaus will ist, dass ich natürlich nicht sauer bin auf Nutrixxion oder gar den Veranstalter der die Verpflegungsstationen organisiert hat. Das ich mein gesetztes Ziel um eine knappe Stunde verfehlt habe lag an meinem Kopf und an den Beinen, nicht aber an der Verpflegung oder Organisation. Aber in diesem Moment habe ich eben so gedacht und gefühlt, und genau das will ich auch für mich dokumentieren. Deshalb steht es im Bericht und bleibt auch da stehen. Auch wenn die Jungs vom Alpenbrevet den Link auf meinen Bericht nach einem Tag schon wieder entfernt haben.

Aber nochmal: Ich weiß, dass es nicht einfach ist die Sponsoren für so ein Event zusammenzubekommen, und ich finde es gut, das Nutrixxion den Alpenbrevet sponsert. Auch finde ich es klasse, dass man an den Verpflegungsstationen Gels, Riegel und Isogetränk bekommt. Denn nicht jeder kann, wie die Leute die um die Topplatzierungen kämpfen (und einige andere), eigene Betreuung und Verpflegung an der Strecke organisieren.

Dass ich die Sachen von Sponser so mag, hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich die Produkte auf der ersten Radreise in Skandinavien benutzt habe, andere wie Michael Nehls schwören auf die Produkte von Powerbar, und wieder andere bevorzugen dann eben Nutrixxion oder welche Hersteller auch immer, das hängt halt viel von persönlicher Vorliebe ab, meine Einschätzungen sind rein subjektiv, basierend auf der Erfahrung, die ich damit gemacht habe.

Meine Einschätzung zu den Nutrixxion Produkten mit Abstand zum Rennen:

  • Das Nutrixxion Isogetränk Endurance schmeckt lecker und hat mich durch die Platinrunde vom Alpenbrevet gebracht.
  • Der Energieriegel ist sehr lecker (schmeckt sogar viel besser wie mein geliebter Sponser HighEngergy), kann ich aber bei extremer Anstrengung nicht essen, ist zu mächtig, wie ein richtiger Müsliriegel.
  • Das Gel und zwar beide Sorten, die ich während des Events probiert habe schmecken wirklich widerlich, sorry aber anders kann ich das nicht bezeichnen. Ich habe allerdings von keinem anderen Teilnehmer irgendwelche Beschwerden gehört, d.h. andere mögen das komplett anders sehen.

Die Verpflegungsstationen beim Alpenbrevet:

  • Was definitiv gut war, ist die Tatsache, dass es nicht nur auf den Passhöhen Verpflegungsstationen gab, sondern auch teils vor den Anstiegen, was mir persönlich sehr entgegen kommt.
  • Das sonstige Angebot konnte zwar nicht mit dem spektakulären Angebot beim Ötzi mithalten, allerdings gerade der Bouillon und die Orangen, die es an einigen Verpflegungsstationen gab, sind genau das was mir hilft mich wieder hinzubekommen, wenn ich so platt bin wie am Lukmanier, das hat perfekt gepasst.
  • Das an an praktisch allen Verpflegungsstationen Cola ausgeschenkt wurde kann ich mir nur damit erklären, dass die Radfahrer das vielleicht so wollen. Vielleicht auch so ein Mythos wie das mit den „dicken Gängen“. Sinn macht die Cola doch eigentlich nur dann, wenn sie so 2 Kilometer vor der Passhöhe gereicht wird!?
  • Dass im Flyer für einige Verpflegungsstationen angekündigte Endurance xx-force gab es auch auf Nachfrage nicht, was aber wohl keinen Unterschied macht, denn das bisschen Taurin hätte wohl kaum einen Unterschied gemacht…
  • Im Ziel gabs Nudeln, was ich gut fand, dass da doch tatsächlich ein Teilnehmer gemeckert hat, dass es kein Bier oder Radler gab finde ich dann schon etwas strange…
  • Persönlich werde ich diesen Alpenbrevet auf jedenfall mit „Brot mit Schokolade“ verbinden!

Kommentare sind deaktiviert.